Augmented Reality

Für eine Kunstgeschichte der Kollision von Bild und Umgebung

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Augmented Reality ist die virtuelle Erweiterung unserer vertrauten Umgebung und damit Symptom einer Gesellschaft, in der die nahtlose Integration von Technik in allen Bereichen des Lebens alltäglich geworden ist. Sie ist Teil einer größeren Debatte um Digitalität, deren historische Rückbindung dringlich erscheint. Das Buch entwirft eine Ästhetik der Augmented Reality, indem es die aktuelle Verschränkung digitaler und physischer Elemente mittels zahlreicher Bezüge auf die hybriden Bildwelten der Kunstgeschichte beleuchtet. Über den Begriff des Areals wird als Spezifik von Augmented Reality die Situiertheit ihrer Bildgebung identifiziert, die dazu dient, in die Wirklichkeit zu intervenieren und sie dadurch kaum merklich zu modifizieren. Dies teilt sie mit den historischen Verfahren des Trompe-l’oeils, Reliefs oder Cut-outs, die seit jeher Übergänge zwischen Illusion und Wirklichkeit, 2D und 3D, Technik und Alltag gestalten. In der Zusammenschau von künstlerischen Werken, philosophischen Konzepten und technischen Apparaturen entwickelt die umfassende Studie Werkzeuge für das Verstehen einer Medienkultur, in der die Differenzzwischen Fakt und Fiktion zunehmend kaschiert wird.
The book provides an aesthetic of augmented reality by exploring the entanglement of digital and analogue elements through numerous references to the ‘impure’ visual worlds of art history. It shows that the specificity of this technology lies in the situatedness of its images. An aspect it shares with trompe-l’œils, sculptural reliefs and cut-outs, which traditionally combine illusion and reality.

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Manuel van der Veen ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im kunstgeschichtlichen Teilprojekt des SFB „Virtuelle Lebenswelten“ der Ruhr-Universität Bochum. Er studierte Philosophie und Kunst an der Universität Freiburg wie auch an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, an der er ebenfalls in Kunstwissenschaften promovierte. Währenddessen organisierte er Ausstellungsprojekte, war als Lehrbeauftragter an verschiedenen Berliner Hochschulen und als freier Journalist tätig.
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