Die Lehre von den Seelenpotenzen bei Durandus von Saint-Pourçain

Eine philosophische Psychologie im Übergang vom Hoch- zum Spätmittelalter

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Durandus of Saint-Pourçain’s doctrine of the soul and its faculties is paradigmatic for a philosophical psychology at the turn from High to Late Middle Ages. For, on the one hand, Durandus discusses and adopts many peculiarities of 13th-century doctrines of the soul; on the other hand, Durandus’s doctrine of the soul is much more in line with late 14th-century positions. Even if he treats the theories of Thomas Aquinas, John Duns Scotus or Henry of Ghent and partly adopts their views, he nevertheless develops an independent theory, which is not only coherent in itself, but has many characteristics of later theories (for example, of Gregory of Rimini or Gabriel Biel).

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Thomas Jeschke, Ph.D. (2010), Habilitation (2020) in Philosophy, University of Cologne, is Research Associate at the University of Cologne’s Thomas-Institut.
Vorwort
Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen

Hinführung
 1 Eine Geschichte des ‚Verschwindens‘: Die Seele und ihre Potenzen
 2 Ziele und Absichten der vorliegenden Arbeit

Teil 1 Kontextualisierungen



1 Unterschiedliche Rekonstruktionen eines „alten Problems“
 1 Moderne Rekonstruktionen
 2 Zwei mittelalterliche Rekonstruktionen der Debatte
 3 Zusammenschau

2 Durandus von St.-Pourçain und sein Sentenzenkommentar
 1 Kurzbiografie des Durandus
 2 Durandus’ Sentenzenkommentar: Ein Werk im Entstehungsprozess

3 Ausgewählte Positionen zur Potenzenfrage im endenden 13. und beginnenden 14. Jahrhundert
 1 Die Realdistinktion der Seelenpotenzen bei Thomas von Aquin: Eine Vielzahl an Potenzen
 2 Die These(n) des Johannes Duns Scotus: Einzigkeit der Potenz und formal distinkte Fakultäten
 3 Wilhelm von Ockham: Pluralität der Formen und Identität der Fakultäten
 4 Zwischenlösungen oder Mittelpositionen in der Potenzenfrage
 5 Zusammenschau

Teil 2 Fokussierungen



4 Durandus und die Seelenpotenzen: Das Zentrum seiner Seelenlehre
 1 Die vegetativen Potenzen
 2 Die sensitiven Potenzen
 3 Die intellektive Potenz
 4 Kurze inhaltliche Zusammenfassung und methodologische Bemerkungen

5 Das höhere Seelenleben bei Durandus – oder: Die Anwendung der Potenzenlehre
 1 Die Einzigkeit der substantiellen Form
 2 Die Erkenntnistheorie
 3 Die Lehre vom Habitus
 4 Zusammenfassung: Das ‚Seelenleben‘ bei Durandus

Teil 3 Diffundierungen



6 Rückblick und Ausblick: Die Stellung des Durandus in der Geschichte der Potenzenfrage
 1 Caspar Peucer und die Philosophiegeschichte des Mittelalters: Durandus als ‚Wasserscheide‘
 2 Durandus und weitere moderni
 3 Durandus als modernus des Übergangs: Zum Paradigmenwechsel in der Seelenlehre
 4 Schlussbetrachtung

Anhang: Textedition der fünften Quästion der sog. Additiones „Vtrum sit ponere intellectum agentem partem anime“
Verzeichnis der Quellen und der Literatur
Namenregister
Sachregister
All those (scholars and students) interested in the philosophy/theology of the 13th and 14th century (especially philosophical psychology, epistemology), hermeneutics of medieval historiography, and specialists in Durandus.
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