Sorgende Gesellschaft â Mehr als eine Utopie?
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Eine âsorgende Gesellschaftâ ist für Deutschland mit seiner langen Sozialstaatstradition keine wirklich (neue) Utopie, sondern Leitbild und integraler Bestandteil einer politischen Wirklichkeit, die es gegen Gefährdungen zu verteidigen gilt. Angesichts des demographischen Wandels, finanzieller Herausforderungen und populistischer Anfeindungen gegen Errungenschaften des Sozialstaats muss die Idee der sorgenden Gesellschaft weiterentwickelt werden. Dabei lassen sich vom vorliegenden Konzept der sorgenden Gemeinschaften Prinzipien auf die sorgende Gesellschaft übertragen, wie die geteilte Verantwortung, die Sozialraumorientierung, die Einbeziehung der Zivilgesellschaft, die Coproduktion von Haupt- und Ehrenamt â kurz die Idee eines Hilfe-Mixes, der weder den sozialen Rückbau professioneller Angebote meint noch die Relevanz persönlichen Engagements geringachtet. Um eine sorgende Gesellschaft nachhaltig zu verwirklichen, werden die Wohlfahrtsverbände diese Ideen gründlich auf ihre Generationentauglichkeit prüfen müssen. Denn die Demographie-Resilienz wird in den nächsten Jahren zum Härtetest einer praktischen (Klima-)Sozial-Politik werden, die dem Leitbild einer sorgenden Gesellschaft national und international erfolgreich verpflichtet bleiben will.
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