In diesem Buch findet der Leser eine alternative Interpretation zweier der bedeutendsten argentinischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts aus der Perspektive des Marxismus-Leninismus. (De)Formationen der Phantasie analysiert, wie Jorge Luis Borges und Julio Cortázar im Hinblick auf die ideologische Färbung des Sozialistischen Realismus in der DDR von den 1960er bis in die 1980er Jahre wahrgenommen wurden. Ihre endgültige Rezeption in den 1970er Jahren wird als symptomatisch sowohl für den Wandel der ästhetischen Parameter der marxistisch-leninistischen Doktrin als auch für das Interesse der DDR an einer âÃsthetik des revolutionären Bewusstseinsâ in der lateinamerikanischen Literatur nach der kubanischen Revolution angesehen. Kernpunkt der Analyse liegt in der ideologischen Rolle der Paratexte, die die Lektüre und Rezeption der beiden Autoren bedingt und beeinflusst haben.
Copyright Year:
2026
In this book, readers will find an alternative interpretation of two of the most important Argentine writers of the 20th century from the perspective of Marxism-Leninism. (De)Formations of the Imagination analyzes how Jorge Luis Borges and Julio Cortázar were perceived in terms of the ideological coloring of Socialist Realism in the literary market of the GDR from the 60s until the 80s.
Florencia Sannders studierte Literaturwissenschaft an der Universität Buenos Aires (UBA) in Argentinien. Ihre Dissertation schrieb sie an der LMU München. Derzeit arbeitet sie an einem Postdoc-Projekt über literarische Erzählungen zum Peronismus an der Universität Bremen. Sie hat unter anderem Artikel zur Frauenbewegungen in Argentinien und zu Publikationsstrategien deutscher Schriftstellerinnen des 18. Jahrhunderts veröffentlicht.