Eine der ersten dokumentierten Lektüren von Jorge Luis Borges durch einen in der DDR ansässigen Verlag liegt in Form eines negativen internen Gutachtens vom 31. Mai 1961 vor, das von einem Lektor des Ostberliner Aufbau-Verlags angefertigt wurde. Er beschäftigt sich darin mit dem Text Labyrinthe1 in der Ausgabe des westdeutschen Hanser Verlags (1959), der mit Spannung erwarteten Erstübersetzung der phantastischen2 Erzählungen Ficciones (1944) und El Aleph (1949) des schon damals berühmten argentinischen Schriftstellers3 in der Bundesrepublik Deutschland. Das Gutachten charakterisiert Borges wie folgt:
Der Erzähler und Philosoph Borges hat in Argentinien keinen schlechten Ruf [â¦]. Aber dieser Ruf gründet sich auf durchaus antirealistischen Erwägungen. Denn Borges ist alles andere, nur kein Realist, und es ist nicht schwer, dies aus den vorliegenden Erzählungen herauszulesen. Borges sucht nach dem âgelebten Augenblickâ, nach der existentiellen Situation. Er ist mit dieser Tendenz nachgerade typisch dekadent [â¦]. Kennzeichnend für diese literarische Verfahrensweise ist ein eingefleischter Antihistorismus, und auch dies entspricht dem dekadenten Programm, worin der Mensch stets losgelöst von der Historie, als geschichtlich âunbehaustesâ Wesen fungiert [â¦].
Es hat also wenig Sinn, sich mit diesem Verfasser zu beschäftigen. Nicht zufällig ist er auch als Ãbersetzer von Kafka, Gide, Faulkner und Proust hervorgetreten [â¦]. Eine interessante Lektüre, aber für uns gänzlich unbrauchbar.4
Trotz Borgesâ Weltruf â vom marxistischen Lektor als ânicht schlechtâ bagatellisiert â wird seine Publikation in der DDR abgelehnt. Die Gründe, die der Gutachter für die Ablehnung anführt, richten sich unter anderem gegen die âliterarische Verfahrensweiseâ. Borges sei kein realistischer Autor, er setze sich mehr mit der existenziellen Situation des Individuums auseinander als mit den gesellschaftlichen Triebkräften der Geschichte, und folge alles in allem âdem dekadenten Programmâ5. Um diese Zuordnung zu unterstreichen, wird Borgesâ Ãbersetzung von anderen in der DDR bereits als âdekadentâ6 deklarierten Autoren wie Franz Kafka,7 André Gide, William Faulkner und Marcel Proust in Verbindung gebracht; durch diese Parallele wird die Ablehnung des Textes als für den DDR-Leser âunbrauchbarâ8 begründet und gerechtfertigt.
Borges war nicht der einzige argentinische Autor, dessen Publikation aufgrund des mangelnden Realismus seines literarischen Werkes und einer Zuordnung des Autors zum spätbürgerlich-dekadenten Spektrum kategorisch abgelehnt wurde. Vier Jahre nach der Rezension von Labyrinthe wird auch Julio Cortázars Erzählband Historias de cronopios y de famas (1962), der beim westdeutschen Verlag Luchterhand im Jahr 1965 als Geschichten der Cronopien und Famen erschien, von Andreas Klotsch, dem Lektor des Verlages Volk und Welt, in einem internen Gutachten negativ bewertet:
Julio Cortázar (geb. 1914) gehört, obwohl in Paris lebend, zur literarischen Gruppe um Borges. Bisher hat er zwei Romane und vier Erzählbände veröffentlicht. Das vorliegende Buch bringt Geschichten, die der Autor im Laufe der letzten zehn Jahre geschrieben hat. Vieles trennt Cortázar von Borges, in der Grundauffassung aber stimmen sie beide überein. Ihre Werke sind Ausdruck spätbürgerlichen Denkens und BewuÃtseins. Borges definiert die Welt als Labyrinth und Chaos, er ist Skeptiker und im Extrem Solipsist. Cortázars Geschichten hier drücken Inhaltsleere, Evasion, ÃberdruÃ, Pessimismus aus [â¦].
Was die Aussage betrifft, entspricht das Buch als Ganzes unseren Vorstellungen und Anforderungen nicht.9
Die Argumentation für die Ablehnung von Geschichten der Cronopien und Famen ähnelt der im Gutachten zu Labyrinthe. Cortázar wird hier, noch vor der Beschreibung seiner Veröffentlichungen, als âzur literarischen Gruppe um Borgesâ10 gehörig bezeichnet. Die Unterschiede zwischen den Autoren werden beiseite gewischt â Borges tendiere zum Solipsismus, Cortázar zum Pessimismus, âin ihrer Grundauffassung aber stimmen beide überein.â11 Diese sieht der Gutachter darin, dass ihre Werke âAusdruck spätbürgerlichen Denkens und BewuÃtseinsâ sind.12
Aus heutiger Sicht überrascht diese heftige Kritik an Borges und Cortázar, gelten beide doch als kanonische Autoren der argentinischen Literatur mit enormem Einfluss auf die phantastische13 und postmoderne14 Literatur. In der DDR wurden sie dagegen als âtypisch dekadentâ15 rezipiert. Die Ursache für diese Differenz ist eine der Leitfragen der vorliegenden Arbeit, es kann jedoch vorweggenommen werden, dass die Vorstellung westlicher Dekadenz der DDR-Literatur- und Kunsttheorie bis in die 1980er-Jahre als wichtige konzeptuelle Negativfolie dient, um sich im Kontext des Kalten Krieges von âdem Westenâ abzugrenzen. Das âdekadente[] Programmâ16 widersprach den Dogmen der offiziellen Staatsideologie der DDR, dem Marxismus-Leninismus, sowie seiner philosophischen Grundlage, dem historischen Materialismus. Dieser versteht den Menschen primär als gesellschaftliches Wesen, dass durch den Klassenkampf Einfluss auf die Geschichte nehmen kann und soll, woraus sich ein spezifisches sozialistisches Menschenbild ergibt. Die materialistische Philosophie postuliert die Existenz einer objektiven AuÃenwelt, die mit naturwissenschaftlichen Methoden beschrieben werden kann. Das daraus folgende ästhetische Paradigma des sozialistischen Realismus folgte einem strikten Anforderungskatalog an den Bezug der Kunst zu dieser objektiven Wirklichkeit. In diesem Kontext ist die Aussage des oben zitierten Lektors zu verstehen, Borgesâ Werk lenke von den âWesensfragenâ,17 also den grundlegenden Fragen nach dem Verhältnis von externer Realität und subjektivem Bewusstsein ab, die die DDR-Intellektuellen am Anfang der 1960er-Jahre beschäftigten. Der Gutachter kommt für Borges zu dem Schluss: âEine interessante Lektüre, aber für uns gänzlich unbrauchbar.â18 Ein ähnliches Urteil wird über Cortázar gefällt: âWas die Aussage betrifft, entspricht das Buch als Ganzes unseren Vorstellungen und Anforderungen nicht.â19
Zu einer Publikation von Borges und Cortázar in der DDR kam es erst in den 1970er- und 1980er-Jahren. Borges und Cortázar waren keine Schriftsteller, deren Literatur die Veröffentlichungspolitik der DDR fundamental beeinflusst hat. Ihre Funktion in der hier vorgenommenen Rezeptionsanalyse liegt eher in ihrer Rolle als Gegenbild, an dem die Veränderung der ästhetischen Parameter von der Zensur der Gründungsjahre bis zur Publikation in den letzten Jahren der DDR gezeigt werden kann. Primäre Quelle für die Darstellung dieses sich wandelnden Literaturverständnisses sind die Gutachten von DDR-Lektoren, in denen die Tauglichkeit von neuen Texten für die ideologischen Bedürfnisse des neugegründeten sozialistischen Staates festgestellt und letztlich über ihre Publizierbarkeit entschieden wurde. Die Analyse des Kontextes, indem diese Gutachten entstanden, bestimmt den Aufbau des ersten Kapitels dieser Arbeit. Was waren die herrschenden âVorstellungen und Anforderungenâ20 an literarische Texte in der DDR, über die Klotsch im oben bereits zitierten Gutachten spricht, und denen Borges im Jahr 1961 und Cortázar im Jahr 1965 nicht entsprachen, weil sie als âantirealistischâ galten? Was bedeuten âRealismusâ und âantirealistischâ für den DDR-Lektor, und wie ändern sich diese Begriffe im Laufe der Geschichte der DDR, sodass es in den 1970er-Jahren zu einer Veröffentlichung der Texte kommen kann? Welche (rhetorische) Rolle spielt die Figur des dekadenten Autors, im Gutachten vertreten durch Proust, Kafka, Gide und Faulkner, mit denen Borges verglichen wird?
Es ist also das Ziel dieser Arbeit, den Sonderweg, den die DDR in der Rezeption von Borges und Cortázar beschritt, anhand einer philologischen Analyse der verlagsinternen DDR-Gutachten und ihrer Bezüge zu den ideologischen Prämissen des âreal existierenden Sozialismusâ und der historischen Veränderung seiner ästhetischen Parameter zu erläutern.21 Für den Zweck dieser Betrachtung werden zentrale Diskurse und Begriffe der marxistisch- leninistischen Ãsthetik umrissen, ohne ihre vollumfängliche Auswertung anzustreben.
Den zweiten Analyseschwerpunkt der Arbeit bildet die Frage, welchen Einfluss die Rezeption lateinamerikanischer Literatur auf die schlussendliche Publikation von Borges und Cortázar in der DDR hatte. Dazu soll der Erwartungshorizont der DDR-Leser22 an diese Literatur rekonstruiert werden, indem der Fokus auf die Rezeption anderer zeitgenössischer lateinamerikanischer Autoren erweitert wird, deren Veröffentlichung von weniger Schwierigkeiten begleitet war. Auch die Mechanismen, die das Rezeptionsparadigma lateinamerikanischer Literatur bestimmten â insbesondere exotistische und eurozentristische Stereotypen, die Suche nach einer engagierten revolutionären Literatur und âVerkaufsetikettenâ wie das des sogenannten magischen Realismus23 â werden einer genaueren Betrachtung unterzogen. Anhand von unveröffentlichten Literaturrezensionen des DDR-Verlagswesens zu Borges und Cortázar wird auÃerdem die Geschichte der politisch-philosophischen Einstellung gegenüber Lateinamerika in Ostdeutschland herausgearbeitet. Anhand der Debatte, die die Rezeption der Literatur des sog. Boom latinoamericano in der DDR der 1970er-Jahre auslöste, sollen drei zentrale Fragen besprochen werden: 1. Welche Werke lateinamerikanischer Autoren waren erlaubt und warum? 2. Wie verhält sich der Wunsch nach realistischer Darstellung in der DDR zu den neuen Formen des Phantastischen, mit denen einige lateinamerikanische Autoren der 1960er-Jahre in ihren Werken experimentierten? 3. Welche Konsequenzen hatte die Definition legitimer Formen der Phantastik in der DDR auf die Publikation von Borges und Cortázar, die primär als phantastische Autoren bekannt waren?
Der Begriff der Phantastik ist demnach zentral sowohl für die analysierten Primärtexte als auch für den Rezeptionsvorgang lateinamerikanischer Literatur durch die DDR. Die für sie charakteristischen vielfältigen literarischen Formen der Phantastik wurden mit unterschiedlichem Erfolg in die historisch-politischen Kontexte der DDR eingepasst. Auf die Bedeutungsverschiebungen, denen die Phantastik im Spannungsfeld der Ideologien und Kulturen ausgesetzt ist, weist der Titel des Beitrags â (De)Formationen der Phantasie â spielerisch hin.24 Aufgrund des rezeptionsästhetischen Ansatzes der Arbeit soll weder eine allgemeingültige Begriffsverwendung angesetzt noch im Laufe der Arbeit eine neue Phantastikdefinition entwickelt werden. Das Ziel ist vielmehr, die zeitgenössischen Rezeptionsparadigmen und Theorien zur Phantastik aus Sicht des in der DDR und im Westen herrschenden Literaturverständnisses in ihrer zeitgeschichtlichen Entwicklung von der initialen Zensur bis zur letztendlichen Veröffentlichung der beiden argentinischen Schriftsteller zu untersuchen.
Im ersten Kapitel der Arbeit werden die theoretischen Grundlagen erläutert. Es wird gezeigt, wie die in den Gutachten als MaÃstab geltenden politisch-ästhetischen Kampfbegriffe des (sozialistischen) Realismus und der Dekadenz im Marxismus-Leninismus entstanden. Der begriffliche Ursprung des Realismus wird aus den marxistischen Debatten zur Rolle der Künste in der Gesellschaft sowie zur Theorie der Widerspiegelung hergeleitet. In Kombination mit seinem Gegenstück, dem Dekadenzbegriff, bildet er den Kern der ästhetischen Ideen, die das marxistisch-leninistische poetische Programm und den sozialistischen Kanon prägen. Als Konsequenz diverser historischer und ideologischer Faktoren wurden Kunst und Literatur in der UdSSR und der DDR zu einer Staatsangelegenheit und sollten unter anderem eine erzieherische Funktion übernehmen.25 Zu diesem Zweck wurde ein literarisches Publikationsverfahren eingerichtet, dass zentralisiert vom Ministerium für Kultur26 gesteuert wurde und eine wichtige Analysegrundlage für die vorliegende Arbeit ist.
Im zweiten Kapitel wird eine Rezeptionsanalyse der beiden argentinischen Autoren in der DDR vorgenommen. Dazu werden die negativen Gutachten zu Borgesâ und Cortázars Werk aus den 1960er-Jahren herangezogen, die als verlagsinterne Dokumente verfasst wurden. Diese sind Teil des literarischen Diskurses nach dem Mauerbau, welcher als bürgerlich diffamierte Literatur auszugrenzen versuchte. Der GroÃteil der literarischen Produktion der genannten argentinischen Schriftsteller wurde als eine solche im umfassenden Sinne antirealistische Literatur rezipiert, d. h. als eine Literatur, die den rationalistischen, materialistischen Diskurs infrage stellte. Dazu soll das Verhältnis dieses Diskurses zum Kampfbegriff der Dekadenz und zu diversen zeitgenössischen Rezeptionsparadigmen der Phantastik erarbeitet werden.
Im dritten Kapitel wird die Rezeptionsgeschichte der lateinamerikanischen Literatur in der DDR dargestellt, insbesondere der Einfluss der Kubanischen Revolution. Die Literaturrezeption der DDR fokussierte sich auf eine Literatur, die, so die Annahme, aus einer Ãsthetik des revolutionären Bewusstseins des Kontinents erwachse. In den 1970er-Jahren wurde primär Literatur von Vertretern des sog. Boom latinoamericano veröffentlicht, die mit Formen der Phantastik experimentierten und damit innerhalb der DDR einen Paradigmenwechsel initiierten. Anhand der Analyse der Rezeptionsgeschichte von Cien años de soledad (dt. Hundert Jahre Einsamkeit) von Gabriel GarcÃa Márquez wird die Veränderung der ostdeutschen Realismuskonzeption herausgearbeitet.
Das vierte und letzte Kapitel beschäftigt sich mit den Strategien, die Akteure im Publikationsbetrieb der 1970er- und 1980er-Jahre in der DDR verwendeten, um eine Veröffentlichung von Borges und Cortázar in der âLiteraturgesellschaft der DDRâ27 zu erreichen. Es bildete sich ein sogenannter Ort des Handelns heraus, innerhalb dessen die Verlage mittels verschiedener Interpretationsansätze versuchten, die Texte vor dem Staatsapparat ideologisch zu legitimieren. Der Einfluss des neuen Paradigmas revolutionärer lateinamerikanischer Phantastik soll dabei ebenso berücksichtigt werden wie der Wandel des politischen Klimas. Aufgrund der staatlichen Verwaltung des Literaturbetriebes in der DDR ist das Verhältnis zwischen Staat und Literaturveröffentlichung ein Metathema der hier vorgenommenen Analysen. Die Frage danach, wie sich die Beziehung zwischen (politischer) Macht und Literatur in der Geschichte der DDR entwickelte, bildet somit den roten Faden dieser Arbeit. Eine wichtige Facette davon ist das Spannungsfeld zwischen dem visionären bzw. revolutionären Potenzial des freien Spiels der Phantasie einerseits und dem Wunsch nach ihrer Kontrolle und Instrumentalisierung andererseits, welches die marxistische Philosophie, wie nun gezeigt wird, schon von Beginn an prägt.
Vgl. Jorge Luis Borges, Labyrinthe, übers. v. Eva Hesse, Karl August Horst u. a., München: Hanser 1959.
Für eine zeitgenössische Definition phantastischer Literatur in Argentinien siehe Kapitel 2 der vorliegenden Arbeit.
So wird in einer Spiegel-Rezension des Werkes vom 12.04.1960 bemerkt: â[D]ie âSüddeutsche Zeitungâ spricht seinen Erzählungen âbeinahe sensationelle Bedeutungâ zu, die âWeltâ beurteilt sie als âdas einschneidende Ereignis auf dem Gebiet der Kurzgeschichteâ seit Hemingwayâ, in: o. V., âNeu in Deutschland: Jorge Luis Borges: Labyrintheâ, in: Der Spiegel 16 (12.04.1960).
GA von A. vom 31.05.1961 zu Labyrinthe von Jorge Luis Borges. SBB/HAA/Dep. 38, Aufbau/Gutachten Lateinamerika/A0477, S. 1f.
Ebd., S. 1.
Ebd.
Kafka wurde durch entsprechende Kampagnen bereits nach der Staatsgründung der DDR in den 1950er-Jahren âzur âliterarischen persona non grataââ und âvon offizieller Seite als âdekadentâ bzw. âformalistischâ verurteilt.â Vgl. Angelika Winnen, die in Kafka-Rezeption in der Literatur der DDR, Würzburg: Königshausen & Neumann 2006, S. 18.
GA von A. vom 31.05.1961 zu Labyrinthe von Jorge Luis Borges. SBB/HAA/Dep. 38, Aufbau/Gutachten Lateinamerika/A0477, S. 1f.
GA von Andreas Klotsch vom 23.12.1965 zu Geschichten der Cronopien und Famen von Julio Cortázar. Verlagsarchiv des Verlages Volk und Welt/Gutachten/Romanistik/Argentinien, S. 1â3, hier S. 1f.
Ebd., S. 1.
Ebd.
Ebd.
Aus literaturwissenschaftlicher Sicht lassen sie sich allerdings der neophantastischen Literatur nach Jaime Alazraki zuordnen, vgl. Kapitel 2.
So beispielsweise auf Michel Foucaults Die Ordnung der Dinge (vgl. S. 65) und die Intertextualitätstheorien der Poststrukturalisten.
GA von A. vom 31.05.1961 zu Labyrinthe von Jorge Luis Borges. SBB/HAA/Dep. 38, Aufbau/Gutachten Lateinamerika/A0477, S. 1f, hier S. 1.
Ebd., S. 1.
Ebd., S. 2.
Ebd.
GA von Andreas Klotsch vom 23.12.1965 zu Geschichten der Cronopien und Famen von Julio Cortázar. Verlagsarchiv des Verlages Volk und Welt/Gutachten/Romanistik/Argentinien, S. 1â3, hier S. 2.
Ebd.
In diesem Beitrag wird dagegen nicht versucht, die Komplexität der Kulturpolitik der DDR und ihrer Literaturgesellschaft zu rekonstruieren. Es werden nur ausgewählte Aspekte angesprochen, insbesondere solche, die eine philologische Analyse der Redaktionsberichte ermöglichen.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in der vorliegenden Arbeit das generische Maskulinum verwendet.
Vgl. Michael Rössner, ââLatin Literaturesâ New Lookâ im âalten Europaâ. Zur Rezeption der neuesten lateinamerikanischen Literatur vor dem Hintergrund der alten Stereotypen aus der Boom-Zeitâ, in: Lateinamerikanische Literatur im deutschsprachigen Raum, hg. v. Diana von Römer u. Friedhelm Schmidt-Welle, Vervuert Verlag: Frankfurt am Main 2017, S. 113â129, hier S. 113. Rössner sieht einen groÃen Einfluss dieser Verkaufsetiketten auf das Rezeptionsparadigma und den Erfolg der lateinamerikanischen Literatur in Europa und in den USA in den 1960er- und 1970er-Jahren.
Die Begriffe Phantasie und Phantastik werden in dieser Arbeit nicht synonym verwendet, es gibt jedoch Verbindungen, die an entsprechender Stelle aufgezeigt werden.
Das literarische Programm, das diese pädagogische Funktion erfüllte, wird sowohl im ersten als auch im dritten Kapitel vorgestellt. Auf diese Weise wird auch der Erwartungshorizont in der sozialistischen Republik rekonstruiert. Vgl. Hans Robert JauÃ, Ãsthetische Erfahrung und literarische Hermeneutik, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1991, S. 657â703.
Im Folgenden auch MfK.
Vgl. Kapitel 2.4.3.