Zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit

Visualität in Wissenschaft, Literatur und Kunst um 1800

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Was bedeutet Sichtbarkeit, betrachtet in ihrer je spezifischen Beziehung zu ihrem Gegenteil, der Unsichtbarkeit? Der vorliegende Band nimmt in neun Beiträgen diese verwickelte Relation auf dem Gebiet der drei maßgeblichen Diskurse – Wissenschaft, Literatur und Kunst – um 1800 in den Blick.
Um 1800 werden die später grundlegenden und wirkmächtigen Ausarbeitungen des Gegensatzes von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit konzipiert, theoretisch ausformuliert oder praktisch umgesetzt. Die Einzeluntersuchungen nehmen ihren Ausgangspunkt von zwei logisch-fundamentalen Grundkonstellationen des Gegensatzpaars »sichtbar/unsichtbar«: Die eine fasst das Verhältnis als komplementär-inklusiv auf, die andere spitzt es auf einen kontradiktorisch-exklusiven Gegensatz zu.

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Im Fluchtpunkt der Imagination
Immanuel Kants Träume eines Geistersehers und die prekäre Evidenz der Wahrnehmung
Pages: 17–38
Sternenstaub
Zur Anschaulichkeit elektrischer Phänomene Ende des 18. Jahrhunderts
Pages: 39–84
Phänomenologie der visuellen Einbildungskraft
in Goethes Gedicht Die Metamorphose der Pflanzen
Pages: 97–115
Der Norden im Süden
Imaginationskonzepte in Frankreich um die Jahrhundertwende
Pages: 117–134
Reine Sichtbarkeit
Akzentuierungen eines bildästhetischen Paradigmas zwischen sensualistischen und konstruktiven Tendenzen
Pages: 135–158
Die Physiognomik Johann Caspar Lavaters
oder der Versuch das Unsichtbare sichtbar zu machen
Pages: 159–183
Visionäre Erkenntnis
Caspar David Friedrichs Konkretionen des Unsichtbaren
Pages: 185–215
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