Selbst und Bild

Zur Person beim letzten Fichte (1810-1814)

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Durch die jahrzehntelange Editionsarbeit der Fichte-Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ist nun das gesamte Oeuvre Fichtes der Forschung zugänglich. Von besonderem Interesse sind dabei die Jahre 1810-1814, die nicht zuletzt aufgrund der lückenhaften Quellenlage bisher kaum als eigenständige Periode untersucht worden sind. Dabei verdienen sie größte Beachtung, nicht bloß weil sie Fichtes letzte Untersuchungen zur Transzendentalphilosophie beinhalten, sondern weil Fichte hier erstmals wieder seit Jena dauerhaft akademisch tätig ist – als Professor an der neu gegründeten Berliner Universität. Dieser Umstand führt zu einer ungeheuren Fülle an ausgearbeiteten Texten, die das hochspekulative Anliegen neu auf eine akademische Hörerschaft ausrichten und uns heute ermöglichen, intensiv und umfassend den letzten Stand Fichtescher Transzendentalphilosophie aus erster Hand zu studieren.
Bewegt von der Lebensfrage Fichtes nach dem Wesen endlicher Freiheit, will die vorliegende Untersuchung erstmalig eine diesbezügliche Gesamtauswertung dieser Spättexte liefern. Dabei stößt sie auf die tragische Konkurrenz von Selbst und Bild; ein Entweder-Oder, an dessen Ende das Selbst das zu Vernichtende ist. Dies führt nun andererseits zu der systematischen Frage, ob man Selbst und Bild anders denken könne – als sich implizierend im Horizont absoluter Güte.

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Vorwort
Einleitung
Forschungsbericht
Thatsachen des Bewußtseyns 1810/11
Vorbemerkungen
Ausere Wahrnehmung
Reflexion und Ichwerdung
Zeit
Leben, Widerstand, Sinnenwelt, Leiblichkeit
Interpersonalität. Wiederherstellung der Einheit im Denken der Anderen
Wissen = Sichdarstellung des Lebens
Actus concentrationis et individuationis / Interpersonalität II
Doppelte Grundform der Äuserung des Lebens
Leben = Sichtbarkeit des Endzwecks
Weiterbestimmung der allgemeinen Form
Weiterbestimmung der individuellen Form
Weiterbestimmung der allgemeinen und individuellen Form in ihrer Vereinigung
Der Endzweck: Anschaubarkeit Gottes
Ableitende Zusammenfassung im Blick auf die Person
Sittenlehre 1812
Verortung der Sittenlehre im System
Grundsatz der Sittenlehre von 1812: ≫Der Begriff sey Grund der Welt…
…mit dem absoluten Bewußtsein, daß er dies sei.≪ - Ableitung des Ich
Das Ich: Standpunkt der Sittenlehre
Vollständige Erscheinungslehre des wahren Ich
Person und Freiheit in der Sittenlehre 1812
Rekonstruktion der Person im System des letzten Fichte
Ableitung der Freiheit
Sinn der Person: Aufhebung
Freie Aufhebung?
Was bleibt der Person? Das Zusehen
Einspruch: Der Eine für den Anderen
Einbruch des Einzelnen
Die Argumentation hat auf dem Boden der Sittlichkeit zu bleiben
Der Andere
Kategorischer Imperativ = Dem Anderen als dem Anderen dienen
ich: der gütig gemeinte Andere in der Sinnerfahrung
Berechtigung des Rückschlusses auf ein Absolutes, dem es um uns geht
Berechtigung der Annahme wahrhafter Freiheit
Berechtigung des Sprunges als Eingang in die wahre Dimension
Fichtes System in der Dimension der Güte
Praktische Vernunft
Sein und Erscheinung
Einheit
Transzendental
Abkürzungsverzeichnis und Bemerkung zur Zitation
Literaturverzeichnis
Personenverzeichnis
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