Czepkos Trostschrift für Barbara von Czigan (Consolatio ad Baronissam Cziganeam) war bisher hauptsächlich Beleg für die mystischen bzw. pansophischen Neigungen des Autors. Vorliegendes Referat versucht, teilweise im Anschluß an die Untersuchungen von Annemarie Meier und Sibylle Rusterholz, neue Ansätze zu finden und stellt die Schrift in die Tradition der Konsolationsliteratur. Im Mittelpunkt der Analysen steht die durchgreifende rhetorische Gestaltung: eine literarische Glanzleistung des jungen Czepko. Nachgewiesen wird dabei die Schlüsselrolle des Liebesbegriffs. Den Hohepunkt stellt die Vergegenwärtigung der Gestorbenen mittels der Liebe und Herzensempfindung der Schwester dar. Czepko scheint hier eine 'Philosophie der Empfindung' zu entwickeln, die seinem Text einen besonderen Charakter verleiht. Sie bedeutet eine erstaunliche Erneuerung der Gattung Consolatio.
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Czepkos Trostschrift für Barbara von Czigan (Consolatio ad Baronissam Cziganeam) war bisher hauptsächlich Beleg für die mystischen bzw. pansophischen Neigungen des Autors. Vorliegendes Referat versucht, teilweise im Anschluß an die Untersuchungen von Annemarie Meier und Sibylle Rusterholz, neue Ansätze zu finden und stellt die Schrift in die Tradition der Konsolationsliteratur. Im Mittelpunkt der Analysen steht die durchgreifende rhetorische Gestaltung: eine literarische Glanzleistung des jungen Czepko. Nachgewiesen wird dabei die Schlüsselrolle des Liebesbegriffs. Den Hohepunkt stellt die Vergegenwärtigung der Gestorbenen mittels der Liebe und Herzensempfindung der Schwester dar. Czepko scheint hier eine 'Philosophie der Empfindung' zu entwickeln, die seinem Text einen besonderen Charakter verleiht. Sie bedeutet eine erstaunliche Erneuerung der Gattung Consolatio.
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