Danksagung
Die bemerkenswerte Vielfalt magischer Theorien und Praktiken im Islam sowie die Frage, welche Stellung diese in den vom Islam geprägten Gemeinschaften und Gesellschaften in Vergangenheit und Gegenwart besitzen, bildeten den thematischen Rahmen des internationalen Workshops Magie im Islam: Zwischen Glaube und Wissenschaft, der vom 11. bis 13. Juli 2012 an der Georg-August-Universität in Göttingen stattfand. Initiiert und durchgeführt wurde diese Tagung vom Göttinger Seminar für Arabistik/Islamwissenschaft in Zusammenarbeit mit dem Lichtenberg-Kolleg, The Göttingen Institute for Advanced Study. Dem Lichtenberg-Kolleg, namentlich seiner damaligen Direktorin, Frau Professorin Dr. Doris Lemmermöhle, sei an dieser Stelle für die finanzielle und logistische Unterstützung sowie für die Möglichkeit gedankt, diese Veranstaltung in den schönen Räumlichkeiten der Historischen Sternwarte des Lichtenberg-Kollegs durchführen zu können.
Konzeptionell vorbereitet wurde die Tagung durch Frau Professorin Dr. Ingrid Hehmeyer, Department of History der Ryerson University in Toronto und seinerzeit Senior Research Fellow am Lichtenberg-Kolleg, sowie Herrn Professor Dr. Sebastian Günther, Lehrstuhl für Arabistik und Islamwissenschaft der Universität Göttingen. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an Ingrid Hehmeyer für ihre wichtigen inhaltlichen Impulse und Ratschläge im Zusammenhang mit der Tagung. Dies ist vor allem auch deshalb zu sagen, da Ingrid Hehmeyer, mit der mehrere Mitglieder des Göttinger Seminars für Arabistik/Islamwissenschaft ein langjähriges, besonders freundschaftliches Verhältnis verbinden, aufgrund anderer Verpflichtungen nicht an der Erarbeitung des vorliegenden Sammelbandes mitwirken konnte.
Unser spezieller Dank gilt an dieser Stelle posthum Herrn Professor Dr. Christoph Daxelmüller, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, der uns im Rahmen des Workshops mit dem öffentlichen Abendvortrag zum Thema „Zauber- und Wahrnehmungsästhetik: Wie islamisch ist die islamische Magie?“ beehrte. Herr Professor Daxelmüller ist im Jahr 2013 verstorben, weshalb sein Beitrag nicht in diesem Sammelband enthalten ist.
Herrn Professor Dr. Johann Christoph Bürgel, Universität Zürich, der den Band durch sein inhaltsreiches Geleitwort bereichert, sind die beiden Herausgeber gleichermaßen zutiefst zu Dank verpflichtet.
Besondere Wertschätzung gilt im Weiteren Herrn Dr. Bernd-Christian Otto, Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien der Universität Erfurt, dessen Nachwort zum Band zentrale Fragestellungen der islamwissenschaftlichen Forschung zur Magie aus der Perspektive der europäischen Magieforschung und der Diskursanalyse differenziert und kontextualisiert.
Herzlich bedanken möchten wir uns bei Frau Jana Newiger, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Arabistik und Islamwissenschaft, für ihre äußerst umsichtige inhaltliche und technische Unterstützung bei der Fertigstellung des Buchmanuskripts, Herrn Dr. Mahmoud Haggag, Assistant Professor an der Faculty of Languages and Translation der Azhar University in Kairo und langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter im Göttinger Seminar für Arabistik/Islamwissenschaft für eine Vielzahl zentraler Hinweise und Hilfen nicht nur bei der Lösung diffiziler Übersetzungsfragen sowie in besonderem Maße Herrn Dr. Fabian Käs, ebenfalls für einige Zeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Göttinger Lehrstuhl für Arabistik und Islamwissenschaft, jetzt an der Universität zu Köln akademisch tätig, der das gesamte Buchmanuskript abschließend Korrektur gelesen und die Indices professionell erstellt hat.
Frau Dr. Hanne Schönig, Akademische Koordinatorin am Zentrum für Interdisziplinäre Regionalstudien der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg danken die Herausgeber auf das Herzlichste; auch ihre äußerst wertvollen Hinweise in inhaltlichen und technischen Fragen haben sich spürbar förderlich auf die Manuskripterstellung ausgewirkt.
Es ist an dieser Stelle ebenfalls kurz anzumerken, dass der Göttinger Workshop im Jahre 2012 zur Magie im Islam gewissermaßen den Auftakt bildete für eine Reihe weiterer Veranstaltungen zum gleichen Thema. So organisierte etwa das Orient-Institut in Beirut im Dezember 2013 eine Tagung zu den Occult Sciences in Pre-Modern Islamic Culture, und die Universität Leiden hielt im Mai 2017 die Konferenz Amulets and Talismans in the Muslim World ab. Obgleich diese Fachtagungen nicht direkt miteinander verbunden waren und auch unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte verfolgten, reflektieren sie dennoch, wie sehr das Spannungsverhältnis von Magie, Wissenschaft und Religion im Islam derzeit in den Fokus der islam- und religionswissenschaftlichen Forschung gerückt ist. Diese Tatsache kann durchaus als ein Novum bezeichnet werden, lagen doch bis in die jüngere Vergangenheit – wie unter anderem auch die Einleitung zum vorliegenden Band zeigt – vor allem Einzelstudien zu historisch orientierten Spezialthemen der Magie im Islam vor. Eine umfassende Untersuchung zur Geschichte des magischen Denkens im Kontext der islamischen Geistes- und Kulturgeschichte steht allerdings immer noch aus.
Der Göttinger Magie-Workshop fühlte sich daher verpflichtet, einen Schritt zur Schließung dieses Forschungsdefizits zu tun. Die Ergebnisse dieser Tagung werden mit dem vorliegenden Sammelband nun in überarbeiteter und zum Teil inhaltlich erweiterter Form der interessierten Leserschaft vorgestellt. Zu den auf dem Göttinger Workshop behandelten Fragen sind hier zusätzlich drei weitere Studien hinzugetreten, die das Spektrum der Themen in einigen wichtigen inhaltlichen Bereichen ergänzen. Dabei handelt es sich um die Aufsätze von Frau Dr. Ursula Bsees, Frau Professorin Dr. Susanne Enderwitz und Herrn Dr. Tobias Nünlist.
Allen Beitragenden des Bandes sei an dieser Stelle noch einmal herzlich für ihre Kooperation und Geduld bei Vorbereitung des Buchmanuskripts gedankt. Besonderer Dank gilt zudem Herrn Professor Dr. Manfred Ullmann, der den Herausgebern des Sammelbandes wichtige Hinweise zur Einleitung des Buches übermittelt hat, sowie den beiden Gutachtern, die die vorliegende Publikation im anonymen peer-review Verfahren des Brill-Verlages begutachteten und denen wir für ihre hilfreichen Hinweise zur Fertigstellung des Bandes sehr verbunden sind. All diese sachdienlichen Hinweise von Freunden und Kolleginnen und Kollegen aus Nah und Fern haben es letztlich ermöglicht, diesen Band, der in mehreren Aspekten wohl über das hinausgeht, was der Leser üblicherweise als „Konferenzakten“ erwarten dürfte, in der vorliegenden Form publizieren zu können.
Herzlich verbunden sind die Herausgeber des Magie-Bandes zudem Frau Professorin Dr. Wadad Kadi, The Avalon Foundation Distinguished Service Professor of Islamic Studies und Near Eastern Languages, University of Chicago, und Herrn Professor em. Dr. Hinrich Biesterfeldt, Ruhr-Universität Bochum, für die Aufnahme der Publikation in die Reihe Islamic History and Civilization des Verlages Brill Academic Publishers. Unserem langjährigen Kollegen und Freund Hinrich Biesterfeldt möchten wir zudem sehr herzlich dafür danken, dass er das gesamte Buchmanuskript vor der Drucklegung gelesen und uns äußerst wertvolle Korrekturvorschläge übermittelt hat. Und nicht zuletzt sei Frau Kathy van Vliet, Acquisitions Editor, Teddi Dols, Middle East and Islamic Studies Editor, Lydia Bax, Desk Editor, und Maurits van den Boogert, Senior Acquisitions Editor bei Brill, für ihre tatkräftige Unterstützung bei der Publikation des Sammelbandes herzlich gedankt.
In Anlehnung an eine in der Einleitung wiedergegebene Aussage des Gelehrten Faḫr ad-Dīn ar-Rāzī aus dem 13. Jahrhundert wünschen wir den geneigten Lesern viel Freude und „magische Momente“ beim Lüften der Geheimnisse der oberen und der unteren Welt.
Dorothee Pielow und Sebastian Günther
Göttingen, im Juli 2018