Die vorliegende Monographie stellt eine geringfügig überarbeitete Fassung meiner Dissertation mit demselben Titel dar, die im Sommersemester 2023 an der Universität Münster eingereicht und im Dezember 2023 mit summa cum laude verteidigt wurde.
Die ersten Impulse für dieses Forschungsinteresse reichen bereits in die Zeit vor meinem Studium zurück. Während meines Freiwilligen Sozialen Jahrs mit »Aktion Sühnezeichen Friedensdienste« im »Jewish Community Center Manhattan« 2010/2011 wurde mein Interesse am Judentum und an Fragen zum Verhältnis christlicher und jüdischer Bibelauslegung erstmals geweckt. Ich danke Rabbi Carol Levithan, die mich durch ihre interessierten und kritischen Nachfragen herausgefordert hat, mich diesem Themenfeld ernsthaft und respektvoll gegenüber dem Judentum zu nähern. Diese Erfahrungen in New York City haben den Ausschlag gegeben, das Studium der evangelischen Theologie aufzunehmen. Eine weitere Weichenstellung war mein Studienjahr mit »Studium in Israel e.V.« 2015/2016 in Jerusalem: Durch das vertiefte Bibelstudium aus jüdischer Perspektive und die intensive Arbeit mit rabbinischen Texten an der Hebräischen Universität habe ich das nötige Werkzeug für diese Untersuchung erwerben können. Das Begleitprogramm und der Austausch mit Jüdinnen und Juden gaben mir die notwendige Motivation, Fragen der antisemitismuskritischen Bibellektüre und Themen des christlich-jüdischen Verhältnisses weiterzuverfolgen. Für diese Möglichkeit bin ich »Studium in Israel« und besonders unserer Studienleitung, Dr. Melanie Mordhorst-Mayer, dankbar.
Ich danke Prof. Dr. Reinhard Achenbach, der mich im Anschluss an meine Examensarbeit zur Talionsformel in der Hebräischen Bibel und im babylonischen Talmud ermutigt hat, die in der Arbeit aufgezeigten Forschungsdesiderate im Rahmen einer Promotion zu erarbeiten. Die Aufnahme ins Forschungskolloquium Altes Testament der Universität Münster hat meinen exegetischen Blick geweitet und mich tiefer in Themen des biblischen und altorientalischen Rechts eingeführt. Zudem hat Prof. Achenbach die Zweitkorrektur der Arbeit übernommen â Herzlichen Dank dafür!
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei Prof. Dr. Lutz Doering bedanken, der mich damals unbekannterweise als Promotionsstudent angenommen hat und bereit war, mein bereits ausgereiftes Wunschthema, die Rezeption der Talionsformel im Antiken Judentum, als Dissertationsprojekt zu begleiten. Seine genauen exegetischen Rückfragen, sein scharfer Blick für Details sowie seine unerschöpfliche Kenntnis des Antiken Judentums und halachischer Fragestellungen waren ausschlaggebend für das Gelingen dieser Arbeit. Dankbar bin ich auÃerdem für die Möglichkeit, Teile der Dissertation im Forschungskolloquium Neues Testament und Antikes Judentum der Universität Münster sowie der New Testament Meetings der Universitäten Aarhus â Oslo â Münster vorzustellen und hilfreiche Rückmeldungen zu erhalten.
Auf diesem Wege möchte ich mich auch für die Promotionsförderung durch das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES) bedanken. Die finanzielle Förderung hat meine Promotion möglich gemacht und es war mir eine Freude, in der ideellen Förderung die Gemeinschaft der ELES-Community in Berlin und Bayern erleben zu dürfen. Daneben danke ich meinen Freund:innen von BCJ.Bayern und den Mitherausgebern von »Das Neue Testament. Jüdisch erklärt«, Prof. Dr. Wolfgang Kraus, Prof. Dr. Michael Tilly und Dr. Axel Töllner, die mir immer kurzfristig mit Rat, Tat und Literatur zur Seite standen.
Mein Dank gilt auch dem editorial board der Reihe »Ancient Judaism and Early Christianity« für die Aufnahme meiner Dissertation und dem Verlag, besonders Laura Morris, Nitzan Shalev und Fem Eggers für die herzliche und konstruktive Begleitung meiner Arbeit bis zur Drucklegung.
SchlieÃlich danke ich meinen Eltern, Ute und Peter Raithel, die mich mit unermüdlichen Korrekturläufen unterstützt haben und mir durch GroÃelternausflüge die nötigen Freiräume verschafft haben, dieses Projekt zu vollenden. In besonderer Weise danke ich meiner Frau, Dr. Lena Nogossek-Raithel: Als fachlich versierte Gesprächspartnerin hat sie das Entstehen dieser Untersuchung begleitet und durch ihre Leichtigkeit zum Gelingen des Projekts beigetragen. Ihr ist es zu verdanken, dass diese Dissertation neben unserer Familiengründung, dem Vikariat und den ersten beruflichen Stationen fertiggestellt werden konnte.
Dankbar, dass sie meinen Blick von Büchern gelöst und mich immer wieder neu ins (Familien-)Leben zurückgeholt haben, widme ich dieses Buch meinen Kindern, Yael und Adam.
Woringen im Januar 2026