Die vorliegende Arbeit ist eine leicht überarbeitete Fassung meiner im Sommersemester 2023 an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster angenommenen Doktorarbeit. Für die zahlreichen Anstöße, Ermutigungen, lehrreichen Gespräche und die intensive Betreuung bin ich meinem Doktorvater Prof. Dr. Lutz Doering sehr dankbar. Ich durfte in der Zeit der Erstellung der Arbeit viel von seiner umfassenden Expertise und seinem Weitblick lernen. Sodann danke ich apl. Prof. Dr. Jacobus Cornelis de Vos, der sorgfältig das Zweitgutachten erstellt hat, aber auch während der Arbeit mir mit freundschaftlichem und fachlichem Rat und Austausch zur Seite stand.
Meine Faszination an den apokalyptischen Schriften reicht vielleicht zurück bis in meine Kindheit, in der ich häufig in meinen Träumen übergroßen Monstern und Drachen begegnete – manchmal musste ich gegen sie kämpfen, oft floh ich vor ihnen. Die schillernde Bildwelt dieser Werke – besonders von Johannes – übt immer noch eine große Wirkung auf diejenigen aus, die sich auf sie einlassen. Die Johannesapokalypse im Kontext anderer Apokalypsen zu lesen, hat mein Verständnis noch einmal grundlegend verändert und vertieft. In der Zeit der besonders intensiven Beschäftigung mit 2 Baruch und der Johannesapokalypse, die mir besonders ins Herz gewachsen sind, durfte ich auch die anderen apokalyptischen Schriften, wie etwa das Henochkorpus, die Sibyllinen, die zahlreichen anderen Baruchschriften, 4 Esra und die Abrahamapokalypse – um nur einige zu nennen – besser kennenlernen und ihre zahlreichen Verbindungen zum Neuen Testament wahrnehmen.
Die Fragestellung nach dem Volk Gottes hat auch ihren Sitz im Leben in meiner Biographie. Die Zugehörigkeit zu einer christlichen Gemeinschaft und der dazu gehörende Segen – mit allen Höhen und Tiefen – sind, seit ich denken kann, fester Bestandteil meines Lebens. Infrage gestellt, vertieft und vor allem bereichert wurde diese Zugehörigkeit durch mein Studienjahr in Israel an der Hebräischen Universität, in dem ich nicht nur die historischen Schriften des Judentums, Bibel und Talmud, vertiefend studieren durfte, sondern auch in einen lebendigen Austausch mit Jüdinnen und Juden gekommen bin. Seither hat mich das Thema der christlich-jüdischen und der jüdisch-christlichen Beziehungen nicht mehr losgelassen, woraus auch diese Arbeit erwachsen ist, die als akademischer Beitrag ein Teil der größeren Fragestellungen ist.
Danken möchte ich den Herausgebern der Reihe „Ancient Judaism and Early Christianity“ (AJEC) für die Aufnahme meiner Arbeit in ihre Reihe und den Mitarbeiterinnen von Brill, namentlich Laura Morris und Nitzan Shalev (u.a.), für die kontinuierliche und freundliche Begleitung bei der Fertigstellung des Manuskriptes für den Druck.
Zu den Wegbegleitern dieser Arbeit gehören zahlreiche Freunde, Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich in der fruchtbaren Arbeitsatmosphäre des Institutum Judaicum Delitzschianums und über seine Grenzen hinaus im ständigen fachlichen Austausch stehen durfte: Dr. Florian Neitmann danke ich für die zahlreichen Gespräche und Syrischlektüren; Dr. Dr. Peter Juhás lehrte mich das Syrische und stand immer für grammatische Fragen bereit; mit Prof. Dr. Folker Siegert (i.R.) durfte ich immer wieder im IJD Griechisch übersetzen; PD Dr. Nikolai Kiel teilt mit mir die Faszination an den apokalyptischen Schriften und war immer wieder eine Bereicherung für mich; Mag. Theol. Laura von Bartenwerffer war die ersten drei Jahre mit mir am Institut beschäftigt, wo wir uns ein Büro teilten und zahlreiche fachlich anregende Gespräche führen durften, neben all den anderen zu klärenden Verpflichtungen; Dr. Daniel Schumann, meinem Vorgänger in Münster, bin ich dankbar für das Interesse an meiner Arbeit, die vielen Telefonate und persönlichen Gespräche über 2 Baruch, die Johannesapokalypse, das Henochkorpus und die in Slawisch überlieferten Apokalypsen; meinem besonderen Freund Willy Pöttker, der sich neben seiner Lehrtätigkeit und seinen vielen anderen Verpflichtungen noch Zeit nahm für das Korrekturlesen meiner Arbeit, danke ich von Herzen. Zu guter Letzt waren die zahlreichen Anregungen zu 2 Baruch von Prof. Dr. Matthias Henze – sowohl in geschriebener Form als auch in mündlichen Gesprächen – für das Fortkommen meiner Arbeit von entscheidender Bedeutung. Auch den anderen Freunden von Baruch, wie sie im Sommer 2023 in Tübingen auf der von Matthias Henze organisierten Tagung versammelt waren, danke ich.
Besonderer Dank geht an meine Familie. Meine Eltern Johann und Olga Dik ermöglichten mir das Lernen und waren beständig an meinem persönlichen wie akademischen Erfolg interessiert. Meine Geschwister, vor allem Prof. Dr. Oleg Dik, begleiteten das Werden der Arbeit mit reger Anteilnahme. Vor allem meine Ehepartnerin Xhesi und unseren Kindern danke ich für die stete Ermutigung und Erinnerung, dass das akademische Schaffen nur ein kleiner Teil des Lebens ist. Sobald unsere Kinder – Aviel Jaron, Manasse Adam, und Eden Jaira – laufen konnten, kletterten sie die vielen Treppen zu Papas Büro empor und wenn sie es geschafft hatten – obwohl die Mama es ihnen verboten hatte – jubelten sie, tanzten und fragten mich, wann ich endlich fertig sei. Ihr Lachen hat so manche durch zu viel Grübeln zu Stande kommenden Kopfschmerzen verhindert.
Unendlich dankbar bin ich dafür, dass ich an Xhesis Seite dem Lamm folgen darf, wohin irgend es geht.
John Dik
Zur Weihnachtszeit 2024