Wer im Bereich der Zeitgeschichte forscht, ist auf die Informationen von Augenzeugen und Beteiligten angewiesen. Zahlreiche (ehemalige) Sannyasins haben meine Recherchen zur deutschen Neo-Sannyas-Bewegung tatkräftig unterstützt. Nie bin ich auf feindselige Ablehnung oder so etwas wie eine „Sekten-Mentalität“ gestoßen. Stattdessen begegnete man mir mit sehr großer Offenheit und Freundlichkeit. Ohne diese Unterstützung hätte dieses Projekt nicht durchgeführt werden können.
Die von mir angesprochenen Zeitzeugen waren nicht nur sehr auskunftsfreudig, sondern stellten mir auch – oft spontan – eine Fülle von zeitgenössischem Schrifttum und Bildmaterial zur Verfügung. Einige von ihnen sollen stellvertretend namentlich genannt werden.
Meine Reise in die Welt der Sannyasins begann in Köln. Christiane Amini stellte den ersten Kontakt zum dortigen UTA her. Robert Doetsch (Ramateertha) stellte sich immer geduldig meinen überaus kritischen Fragen. Susanne Wohlgemuth (Anandi), Redakteurin der Osho Times, versorgte mich mit dem ersten Material. Elke Lopes in Ovelgönne stellte mir großzügig den Nachlass von Siddhartha zur Verfügung und erlaubte mir die Publikation des in ihrem Besitz befindlichen umfangreichen Bildmaterials. In Hamburg führte mich Wolfgang Hanssen in die Geschichte des dortigen Centers ein, in Nettesheim das Ehepaar Kurat in die der Düsseldorfer Niederlassung. Über die Kommune in Margarethenried konnte mir Karl Giggenbach (Shreyas) vieles mitteilen. Ohne Robert Lipski (Avahan) hätte ich nie einen tieferen Einblick in die Berliner Sannyas-Szene bekommen. Er scheute keine Mühen, mich mit (ehemaligen) Sannyasins zusammenzubringen. Seine Hilfe erwies sich als unverzichtbar.
Ohne die tatkräftige Unterstützung von Wolfgang Schmähling (Mahendra Myshkin) hätte ich dieses Buch nicht fertigstellen können. Als Discjockey des Far Out in Berlin und als Sannyasin in den drei Zentren Shree Rajneesh Ashram (Poona I), Rajneeshpuram und Rajneeshdham (Poona II) unter dem Namen Swami Deva Ananya lernte er alle Facetten der Bewegung kennen: ein Wissen, dass er mir bereitwillig zur Verfügung stellte. Dank seiner hervorragenden Vernetzung in der Bewegung konnte er mir zudem manche Tür öffnen. Reinhard Hartig (Pragyana) und Bernhard Schröter verschafften mir Zugang zu weiteren Teilen des Nachlasses Siddharthas in Oshostadt.
Mit allen indologischen Fragen konnte ich mich immer an meinen Bochumer Kollegen Patrick Felix Krüger wenden. Margot Papenheim redigierte gründlich das Manuskript, Monika Schneider und Reinhard Hartig (Pragyana) lasen es Korrektur.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft förderte das Projekt, eine Geschichte der deutschen Neo-Sannyas-Movement zu schreiben, großzügig von 2015 bis 2018. 2019 durfte ich Fellow am Käte-Hamburger Kolleg „Dynamiken der Religionsgeschichte zwischen Asien und Europa“ der Universität Bochum sein.
Diethard Sawicki und Sven Kützemeier vom Verlag Brill Schöningh haben mich bei der Drucklegung geduldig und fachkundig begleitet.
Ihnen allen gilt mein aufrichtiger Dank.
Ich widme dieses Buch Emilia Papenheim, die 2020 in einer Zeit geboren wurde, als die Lebenslust uns wieder einmal drohte, verloren zu gehen. Deshalb will ich ihr von denen erzählen, die sich einst aufmachten, sie wiederzufinden – von ihren Hoffnungen und Erfahrungen, aber auch von den Abgründen, die sich auf ihrem Weg auftaten.