Für Pina
Es gibt viele Menschen, die zum Gelingen dieser Dissertation beigetragen haben, indem sie bereits viel früher die Grundlagen dafür geschaffen haben. An erster Stelle zu nennen sind die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen der Nichtregierungsorganisation Memorial Russland. Mit den von Memorial geschaffenen Netzwerken und der Infrastruktur konnten Oral-History-Projekte in Russland erst realisiert werden. Russische Geschichts-Aktivist:innen arbeit(et)en unter höchstem persönlichem Einsatz. Ihre Zivilcourage, ihr Idealismus kann nicht genügend gewürdigt werden.
Mein allergrößter Respekt und Dank gilt den Frauen und Männern, die sich im hohen Alter bereit erklärt haben, über ihre Biografie Auskunft zu geben und Erinnerungen zu teilen, die meist zu den schwersten ihres Lebens zählten. Die 56 Zeugnisse – Gegenstand meiner Dissertation – sind von unschätzbarem Wert. Ich danke besonders den elf Frauen, die die Interviews geführt haben: die Oral Historians von Memorial Moskau und St. Petersburg sowie des Regionalzentrums für Oral History in Voronež, sowie Soziologinnen der Akademie der Wissenschaften in Moskau.1 Die Interviewerinnen sicherten für die Nachwelt die späten Zeugnisse mit engagiertem und empathischem Einsatz. Ich bin auch den Menschen, die mich in Russland bei Archivarbeiten unterstützt und in Interviews mit mir ihr Wissen geteilt haben, sehr verbunden. Es ist bezeichnend, dass ich sie aus Sicherheitsgründen hier keinesfalls namentlich nennen werde. Ihr Mut, Ihre Geduld und die Bereitschaft mir in jeglicher Hinsicht zu helfen, hat mich tief beeindruckt.2
Mein größter Dank für die Ermöglichung meines Forschungsvorhabens und für die Inspiration zu meiner Fragestellung gilt meiner Doktormutter Gertrud Pickhan. Ich bin sehr froh, an ihrem in einer Atmosphäre von Wertschätzung, Offenheit und Kollegialität geprägten Lehrstuhl geforscht zu haben. Gertrud Pickhan ermutigte mich, methodisch und disziplinär über den Tellerrand zu schauen, inspirierte mich mit neuen Ideen und schenkte mir vor allem großes Vertrauen, das Forschungsthema zu entwickeln und in den verschiedenen Dimensionen zu erschließen. Ich freue mich sehr, die vorliegende Arbeit mit dieser Publikation abzuschließen, doch die kollegiale und freundschaftliche Zusammenarbeit mit den Doktorand:innen des Lehrstuhls für Geschichte am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin wird mir persönlich fehlen! Ich danke für unzählige fruchtbare Diskussionen und Rückmeldungen, auch weit über die Arbeitszeit hinaus: Roland Borchers, Alina Bothe, Johannes Czakaj, Arkadi Miller, Jakob Stürmann und Agniezska Wierzcholska, die ganze Gollwitz-Crew, ihr seid gemeint!
Ich danke den vielen historisch Forschenden, die mir in Workshops, Kolloquien und Konferenzen Feedback gaben. Ich möchte einen besonders herzlichen Dank den Teilnehmer:innen des Workshops „Brustzeichen Ost“ im März 2016 in Berlin aussprechen. Dass sich zu diesem Zeitpunkt Forschende aus Belarus, Russland und der Ukraine zum Dialog über ein nicht unbelastetes Thema bereit erklärten, ist bemerkenswert – besonders vor dem Hintergrund der russischen Aggression gegen die Ukraine seit 2014. Ich bin all jenen verbunden, die bei der Entstehung des Online-Archivs „Zwangsarbeit 1939–1945. Erinnerungen und Geschichte“ mitgewirkt haben: dem Projektleiter des Interviewprojekts Alexander von Plato und seinen Mitarbeiter:innen, der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft, dem Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin und dem Center für digitale Systeme der Freien Universität Berlin. Ich danke dem Psychologen Morus Markard für die fachliche Beratung zu den psychologischen Konzepten Resilienz und Ressourcen.
Für die großzügige finanzielle Unterstützung in Form eines Promotionsstipendiums danke ich dem Evangelischen Studienwerk. Dem Verlag Ferdinand Schöningh danke ich für die Publikation meiner Arbeit. Den Prozess betreuten insbesondere Yvonne Kleinmann, Diethard Sawicki und Marlina Briest. Verena Lucia Nägel vom Center für Digitale Systeme hat mir bei der Klärung der Bildrechte für das Coverbild geholfen.
Es ist ein großes Glück, sich von Partner, Freund:innen und Familie unterstützt zu wissen und in den anstrengenden Phasen dieser Arbeit jederzeit Rückhalt zu haben. Aus vielen von euch sind durch Diskussionen, Gegenlesen, gemeinsames Arbeiten und das geteilte Leben zunächst Grete-Rebstock- und dann Osteuropa-Expert:innen geworden, ohne dass ihr das jemals vorgehabt hättet. Ich danke euch für Partnerschaft, Freundschaft und familiäre Bindung, für den Austausch, die Offenheit und die Bereitschaft, sich auf mich und mein Forschen immer wieder einzulassen. Mein besonderer Dank für die immerwährende Motivation an Dich, Papa!
Und Pina. Weil Du in meinem Leben das Hauptkapitel bist.
Aus datenschutzrechtlichen Gründen und Sicherheitsbedenken verzichte ich in diesem Buch auf die Nennung der Klarnamen der elf Interviewerinnen.
Aus Sicherheitsgründen möchte ich auch hier keine Namen nennen. Ich hoffe, es fühlen sich alle angesprochen, die mir seit den 2000er Jahren in Russland zur Seite standen: in Archiven, bei Konferenzen, in Interviews und Gesprächen.