Bilder steuern zentral die Wahrnehmung von Kulturen. Begreift man Kultur als gesellschaftspraktische Lebensform, dann lassen sich Bildkulturen als Gesamtheit der bildlichen Repräsentationen und Bildpraktiken, als Praktiken der Inkorporation von Denken und Handeln bestimmen, durch die Wirklichkeiten visuell konstruiert und behauptet werden. Die Erforschung von Bildkulturen wirft entsprechend die Frage nach dem âºImagineeringâ¹ auf, dem mentalen und physischen Erzeugen von Bildern, nach Bildtechniken, Bildpraktiken und Bildagentschaften. Eine Bildkulturwissenschaft widmet sich ferner dem Umgang mit und dem Verhalten zu Bildern im Sinne eines spirituellen und profanen Kultus sowie den anthropologischen und kulturellen Verortungen von Bildern im Spannungsfeld zwischen âºImagiNationâ¹ und Migration. Die Beiträge des Bandes eröffnen eine âºBildpraxeologieâ¹ des Politischen und erweitern damit den Horizont der Kulturwissenschaften um geopolitische Aspekte der Bildverwendung.
Copyright Year:
2021
In a global culture mediated by images, political and religious images are used to trigger actions. Images function as cultural agents of the political and religious with a wide radius of interaction.
Christiane Kruse ist Professorin für Kunstgeschichte und Visuelle Kulturen an der Muthesius Kunsthochschule, Kiel.
Birgit Mersmann ist Professorin für Neuere und Neueste Kunstgeschichte an der Universität Duisburg-Essen.