Himmlische Vorstellung

Zur ästhetischen Maschinerie der Religion

Religiös zu glauben ist nicht nur ein Fürwahrhalten, sondern bedeutet auch existenziell einzutauchen in einen Imaginationskomplex und bisweilen an einer „ästhetischen Maschinerie“ (Kant) zu partizipieren, um so mit dem eigenen Unbewussten und möglicherweise auch mit etwas den Menschen Übersteigendem in Kontakt zu treten. Dieser evolutionären Strategie auf die Spur zu kommen und sie wissenschaftlich zu beleuchten, ist Aufgabe der vorliegenden religionsphilosophischen Studie, die den Brückenschlag zwischen Hermeneutik des Imaginären, analytischer Annäherung an religiöse „Wahrheiten“ und einer Theorie der religiösen Erfahrung versucht.
Religious belief involves an acceptance of truth, but also an existential immersion in an imaginary sphere and participation in what Kant described as „aesthetic machinery“. This enables one to establish contact to one`s own unconsciousness and probably that which stands above mankind. The aim of this religious philosophical study is to shed light on this evolutionary strategy and subject it to a scientific evaluation.

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Michael F. Köck trat mit 19 Jahren in das Benediktinerkloster St. Peter in Salzburg ein. Er studierte in Salzburg und Innsbruck Philosophie und Theologie und wurde währenddessen zum Priester geweiht. Seit 1998 hält er an der Universität Salzburg Vorlesungen im Fachbereich Philosophie (Logik, Erkenntnistheorie, Religionsphilosophie), wo er sich auch habilitierte.
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