Mythisierungen rund um den Kreuzerkrieg 1914 bis 1918

Eine Analyse der publizierten deutschen Rezeption bis 1939

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In dieser Studie legt Gerd Glaeseker die historischen Wurzeln und sprachlichen Entwicklungen von heute kaum noch bekannten, aber einst bedeutungsvollen Mythen offen, die im Rahmen des Kreuzerkriegs ab 1914 entstanden sind. Dabei zeichnet er ihren besonderen Sinn für verschiedene gesellschaftliche Gruppen nach und wirft neue Schlaglichter auf die deutsche Wahrnehmung und Erinnerung des Ersten Weltkriegs – insbesondere des Seekriegs und der Marine. Konkret identifiziert und analysiert er die Mythisierungsprozesse, welche um den Kleinen Kreuzer Emden, die U-Boote U 9/U 29 sowie den Hilfskreuzer Möwe bis in die NS-Zeit stattfanden. Dazu gehören Einflüsse überlieferter Kriegs- und Seefahrtmythen, nationale und internationale mediale Bedingungen, welche die Bildung der Mythen begünstigten, sowie damals vorherrschende Diskurse, in denen anhand der Kreuzerkriegsmythen Fragen rund um Heldentum, Gemeinschaft, Moral und Kriegsgeschick verhandelt wurden.
GerdGlaeseker uncovers the historical roots and linguistic developments of myths that are now little known but once significant, which emerged in the context of the cruiser wars from 1914 onwards, traces their particular meaning for various social groups and, in doing so, sheds light on German perception and memory of the First World War, particularly of naval warfare and the history of the navy.

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