Geld als Attribut der ungleichen Entwicklung und konkurrierenden Imitation im mitteleuropäischen Kontext (1000–1300)

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Warum erscheint das Münzwesen der ersten Piasten im Vergleich mit den benachbarten Regionen Ostmitteleuropas unterkomplex? Was sagen die Qualität und Quantität der Geldproduktion über die Funktionsweise des Staates und die Mechanismen der Herrschaftsausübung aus? Und warum wurden Münzen überhaupt geprägt? Von dieser übergreifenden Fragestellung ausgehend kontextualisiert Dariusz Adamczyk die räumlichen Entwicklungsunterschiede im Europa des 11. bis 13. Jahrhunderts und analysiert die Übernahme monetärer Muster aus dem Westen des Kontinents sowie ihren Einfluss auf die gesellschaftlichen Modernisierungsprozesse im piastischen Polen. Durch die konkurrierende Imitation konnten Herzöge und Könige Kompetenzen akkumulieren, um Einnahmen zu erhöhen und die Herrschaftsausübung in Rivalität mit anderen Souveränen effizienter zu gestalten.
The author analyzes the adaptation of monetary patterns from western parts of the Continent as well as their impact on societal modernization in Piast Poland. Competing imitation was an appropriate mechanism to foster the transfer of knowledge. In this way, dukes and kings could accumulate competences and increase their revenues.

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Dariusz Adamczyk ist zurzeit Privatdozent an der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover. Seine Forschungsinteressen umfassen Geld- und Wirtschaftsgeschichte, die politische Ökonomie der Staatsbildungen im Mittelalter sowie Globalisierung.
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