Die philologisch-kritische Neuübersetzung des Frankfurter Neuen Testaments von Stefan Alkier und Thomas Paulsen orientiert sich konsequent an der Semantik des Koine-Griechischen. Das führt zu erheblichen Bedeutungsänderungen neutestamentlicher Texte. So wird z.B. âmetánoiaâ nicht wie üblich mit âBuÃeâ, sondern mit âUmdenkenâ übersetzt ,und âpÃstisâ wird nicht mit âGlaubeâ, sondern mit âVertrauenâ wiedergegeben. Der vorliegende Band prüft inter- und transdisziplinär wichtige semantische Entscheidungen auf der Folie des Koine-Griechischen und stellt damit zugleich einen substantiellen Beitrag zur Koine-Forschung dar. Die Einleitung klärt dabei, was denn überhaupt âKoine-Griechischâ ist und in welchem Verhältnis es zum so genannten âKlassischenâ Griechisch steht. Ein forschungsgeschichtlicher Epilog zur Entstehung der Ãbersetzung âVollmachtâ für âexousÃaâ zeigt exemplarisch auf, wie sehr der jeweilige Zeitgeist scheinbar neutrale Ãbersetzungen prägen kann.
Copyright Year:
2026
This volume is an interdisciplinary and transdisciplinary examination of the semantics of important key New Testament terms in the context of Koine Greek. It represents a substantial contribution to Koine research. The introduction clarifies what âKoine Greekâ is and how it relates to so-called âClassicalâ Greek.
Stefan Alkier studierte in Münster, Bonn und Hamburg Ev. Theologie, Germanistik und Philosophie. Er ist Prof. für Neues Testament und Geschichte der Alten Kirche an der Goethe Universität Frankfurt am Main.
Dominic Noichl studierte in Frankfurt und Heidelberg Evangelische Theologie und Physik. Er ist Referent im Leitungsbereich der Goethe-Universität Frankfurt.
Thomas Schmitz studierte in Bonn, Paris und Harvard Klassische Philologie, Romanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft. Er ist Professort für Klassische Philologie (Gräzistik) an der Universität Bonn.