Im Jahr 1624 erschien Martin Opitz â âBuch von der Deutschen Poetereyâ. Im Anschluss an die europäische, späthumanistische Dichtung und Poetik des 16. Jahrhunderts formulierte Opitz hier prosodisch-metrische und stilistische Grundsätze für eine hochdeutsche Sprache und Literatur. Schon die Zeitgenossen sahen in der schmalen Schrift einen Wendepunkt für die deutsche Literatur. Der Band versammelt die ausgearbeiteten Vorträge einer Tagung, die anlässlich des 400-jährigen Erscheinens der âPoetereyâ an der Universität Tübingen stattgefunden hat. Die Beiträge untersuchen Voraussetzungen, Vorbilder und Modelle der Opitzschen Schrift, ihr Verhältnis zu poetologischen, aber auch politischen Debatten oder berücksichtigen Aspekte der Intermedialität sowie des Kultur- und Literaturtransfers. Weiterhin steht das Verhältnis der âPoetereyâ zu den âDeutschen (bzw. Teutschen) Poemataâ sowie Fragen der Rezeption und Wirkung auf die Poetik und Dichtung der folgenden Generationen im Mittelpunkt.
Copyright Year:
2026
Martin Opitzâ âBuch von der Deutschen Poereyâ (âBook of German Poeticsâ), published in 1624, is considered a milestone in German literature. Drawing on 16th-century European poetics, Opitz set out metrical, and stylistic principles for High German literature in a Late Humanist framework. This volume gathers papers from a conference marking its 400th anniversary at the University of Tübingen.
Astrid Dröse ist Professorin für Neuere Deutsche Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft am Karlsruher Institut für Technologie.
Jörg Robert ist Professor für Neuere Deutsche Philologie und Literatur der Frühen Neuzeit an der Eberhard Karls Universität Tübingen.
Volkhard Wels ist Professor für Wissensgeschichte der Frühen Neuzeit an der Freien Universität Berlin.