Die Schrift im Dokumentartheater

Heinar Kipphardt, Rolf Hochhuth, Peter Weiss, Volker Braun

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Tätowiert auf Körper, gedruckt auf Papier; mit Schriftzeichen und Ziffern wird die Wirklichkeit bestimmt, werden Macht und Gewalt ausgeübt – so zeichnen es die Stücke des Dokumentartheaters, die sich der Aufarbeitung von Holocaust und Totalitarismus, von individueller und kollektiver Schuld verschrieben haben. Den Anspruch, aufzuklären und Wahrheit zu vermitteln, unterstreichen die Dramentexte, wenn sie wiederum selbst auf schriftliche Quellen verweisen, auf Dokumente und Augenzeugenberichte. Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Mediums Schrift, die Bedeutung des Schreibens und Lesens in Dramentexten des dokumentarischen Theaters der 1960er und 1970er Jahre, und zwar in thematischer wie in formaler Hinsicht. Sie sucht damit einen völlig anderen Zugang zum Dokumentartheater zu erschließen und versteht sich als Beitrag zur Definitionsproblematik der Gattung, die bis heute besteht.
The plays of the German documentary theater illustrate the role of writing, in form of script, files, lists, in the contexts of Holocaust, totalitarianism, and McCarthyism. The plays themselves refer to the original scripts and documents in paratexts. This research examines the medium of writing and its significance for the drama texts of the documentary theatre.

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Michael Schloss, geboren in Kassel, studierte Deutsche Philologie und Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen, anschließend promovierte er mit "Die Schrift im Dokumentartheater" . Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Beziehung von Wissenschaft und Literatur im 19. Jahrhundert.
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