Über Grenzen hinweg – Inschriften als Zeugnisse kulturellen Austauschs

Beiträge zur 14. Internationalen Fachtagung für mittelalterliche und frühneuzeitliche Epigraphik, Düsseldorf 2016

Transfer und Aneignung kultureller Techniken und Errungenschaften stehen seit langem im Fokus des Forschungsinteresses. Auch die Epigraphik ist im Rahmen der Erforschung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Inschriften mit den Voraussetzungen, Abläufen und Ergebnissen von Kulturaustausch konfrontiert. Inschriften auf Grabdenkmälern, im öffentlichen Raum und in Kirchen, aber auch auf schlichten Alltagsgegenständen gewähren Einblicke in den Umgang unserer Vorfahren mit Traditionen und Neuerungen, mit historischen Vorbildern, neuen religiösen Strömungen oder wechselnden kulturellen Einflüssen. Die Autoren des Tagungsbandes stellen Beispiele aus verschiedenen europäischen Ländern vor, die sich über einen Zeitraum von 1000 Jahren erstrecken.

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Grenzenloses Mittelalter?
Beobachtungen und Überlegungen zur Geschichte, Gestalt und Funktion von Grenzen
Pages: 11–52
Unbekannte Objekte?
Das mittelalterliche Europa und sein Umgang mit fremden Kulturen
Pages: 53–78
Könige, Notare, Adel und ein Söldner
Onomastische Aspekte der Migration und Identität einer ‚gens’ im Spiegel der langobardischen Inschriften des 6.-8. Jahrhunderts
Pages: 79–104
Der Einfluss des Fremden
Die textilen Inschriften der Bamberger Kaisergewänder – ein Zwischenbericht
Pages: 105–135
Beyond Graphical Boundaries
Arabic Writing and a Poem to the Virgin Mary inscribed on the Tympanum of Saint-Pierre-le-Puellier at Bourges
Pages: 137–157
Über (Sprach)Grenzen hinweg
Deutschsprachige Inschriften des 14. bis 16. Jahrhunderts in der Slowakei
Pages: 159–183
Inschriften auf gotischen Trachtenaccessoires in hanseatischen Städten
Form, Text und Funktion der Epigraphik mittelalterlicher Kleidung
Pages: 185–209
„Bastard Feudalism” als Multiplikation von Herrschaftszeichen
Aufsteiger, Condottieri und die neue ephemere Hofrepräsentation in Frankreich und Italien
Pages: 211–233
„Adler Hertz Im Got Behoet“
Die Düsseldorfer Hochzeit von 1585 und der Einsatz von Inschriften zur öffentlichen Darstellung des landesherrlichen Selbstverständnisses
Pages: 235–266
Das Wort Gottes
Städtische Inschriften als Wissenspraxis im Zeitalter von Reformation und Konfessionalisierung
Pages: 267–287
Helga Giersiepen ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Akademienprojekt „Die Deutschen Inschriften“ tätig und derzeit im Auftrag der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste mit der Erfassung und Edition mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Inschriften in Köln befasst.
Andrea Stieldorf ist seit dem Wintersemester 2015/16 Lehrstuhlinhaberin für Mittelalterliche Geschichte und Historische Grundwissenschaften in Bonn.
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