denn die Anfänge sind ein Reichtum / laà uns sorgen, daà goldenes / Anfängliches uns nie verläÃt. / [â¦] Vollendetheiten / sind eine Fäulnis. â In diesen Zeilen bringt Robert Walser einen gewichtigen Aspekt seines Werks auf den Punkt. Als Autor hat er dem Anfangen, dem Unfertigen und Spontanen stets die gröÃte Bedeutung beigemessen. Dieser Band versammelt neue Beiträge zur Erforschung von Robert Walsers Werk und seinen Lebensumständen, die ein breites Spektrum abdecken: Narratologie, Intermedialität, Poetik und Kontextstudien. Inwiefern hat Walser schon 1908 mit dem Roman Der Gehülfe die ,bullshit jobsâ von heute vorweggenommen? Welche Rolle spielt das Politische in seinen Texten? Und wie lässt sich sein scheinbar chaotisches Schreiben dennoch als narrative Ordnung verstehen? Die versammelten Aufsätze liefern Antworten und stellen weitere Fragen. Zwei AutorInnen gehen zudem Walsers ,Vibesâ, seinen Schwingungen und Stimmungen, in eigenen literarischen Texten nach.
Copyright Year:
2020
Robert Walser was always keen to emphasize the importance of the beginning, the incomplete and spontaneous. This volume assembles new contributions to Walserâs work and circumstances.
Lukas Gloor ist Leiter des Robert Walser-Archivs in Bern.
Rebecca Lötscher ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Seminar der Universität Basel.