Viele Menschen in Deutschland bleiben zeitlebens kinderlos, die Bevölkerung altert und schrumpft. Angesichts dieser Entwicklung stellt sich die Frage nach dem Zusammenhang von Elternschaft und Gemeinwohl. Zwei Debatten werden geführt: In der einen geht es um die Bewertung der gesellschaftlichen Folgen der demografischen Entwicklung als Bedrohung oder als Chance, in der anderen um die Einordnung der individuellen Entscheidung für oder gegen Kinder als Privatsache oder als Beitrag zum Gemeinwohl. Die Studie systematisiert die unterschiedlichen Positionen, analysiert verschiedene Facetten von Elternschaft und erarbeitet Elemente eines Gemeinwohlbegriffs. Darauf aufbauend begründet die Autorin Elternschaft als âgemeinwohlrelevantâ und skizziert christlich-sozialethische Leitplanken für den praktischen Umgang mit den gewonnenen Erkenntnissen.
Copyright Year:
2018
Many people in Germany remain childless throughout their lives, the population is ageing and shrinking. This development raises the question of the connection between parenthood and the common good. Two debates are being held: One is about assessing the social consequences of demographic development as a threat or an opportunity, the other is about classifying the individual decision for or against children as a private matter or as a contribution to the common good. The study systematises the different positions, analyses different facets of parenthood and develops elements of a concept of the common good. Building on this, the author justifies parenthood as "relevant to the common good" and outlines Christian-social-ethical guard rails for the practical handling of the insights gained.
Elisabeth Zschiedrich, Dr. theol., studierte Katholischen Theologie und Romanistik und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Christliche Gesellschaftslehre der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.