Menschenrechte in der katholischen Kirche

Historische, systematische und praktische Perspektiven

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Der universale Geltungsanspruch der Menschenrechte und der humanitäre Anspruch des Christentums konvergieren in der Erwartung, die Menschenrechte auch innerkirchlich anzuerkennen und umzusetzen.
Die Beiträge dieses Bandes dokumentieren die schwierige Aneignung der Menschenrechte durch die katholische Kirche u. a. unter folgenden Fragestellungen: Welche geschichtlichen Konstellationen und theologischen Gründe bedingen das ambivalente Verhältnis der Kirche zu den Menschenrechten in der Moderne? Welche Faktoren behindern bis heute die volle Anerkennung der Menschenrechte in kirchlicher Lehre und Rechtspolitik?
Human rights claim universal validity. Christianity claims to be a morally upright, humanitarian religion. Both claims converge in the expectation that human rights must be acknowledged by and implemented within the church. The contributions in this edited volume document the complicated adoption of human rights by the Catholic Church, reflecting on the following questions: Which historical constellations and which theological reasons are responsible for the ambivalent relation between human rights and the Catholic Church in modernity? Which factors impede the full recognition of human rights in the doctrinal teachings and in canon law?

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Weder Kulturkampf noch Vereinnahmung
Zum Verhältnis von Menschenrechten und Religion(en)
Pages: 15–37
Kirchenrecht und Menschenrechte
Rechtsgeschichtliche Aspekte einer konfliktreichen Interaktion am Beispiel des 18. und 19. Jahrhunderts
Pages: 67–77
Menschenrechte in der Kirche
Zur Aktualität historischer Konflikte
Pages: 79–86
Katholische Kirche und Menschenrechte
Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart
Pages: 87–101
Katholische Kirche und Menschenrechte
Historische Markierungen und offene Fragen anhand des Migrationsrechts und des Missionsrechts (Religionsfreiheit)
Pages: 103–115
Das kirchengeschichtliche Erbe des langen 19. Jahrhunderts
Antimodernistische Abwehr der Menschenrechte
Pages: 117–125
Diskurse und Praktiken von Menschenwürde und Menschenrechten als Herausforderung der katholischen Kirche im Spätkapitalismus
Pastoraltheologische Perspektiven jenseits des „scholastischen Epistemozentrismus“ (Pierre Bourdieu)
Pages: 127–140
Das Ethos der Religionsfreiheit
Die Verantwortung der christlichen Religionsgemeinschaften
Pages: 195–203
Islam und Religionsfreiheit
Reibungspunkte, Schlüsseltexte, Lösungswege
Pages: 205–218
„Frei von jeglichem Zwang“
Pacem in terris und das Menschenrecht auf freie Wahl des Lebensstandes aus Genderperspektive
Pages: 237–253
Turn over the table?
Praktiken kirchlichen Lobbyings für Menschen ohne Aufenthaltspapiere
Pages: 283–296
Meinungsfreiheit: Sprachrechte und Sprachpflichten
Onora O’Neill über Probleme des Rechts auf freie Meinungsäußerung
Pages: 297–309
Kirche und Menschenrechte
Anmerkungen aus geschichtswissenschaftlicher Perspektive
Pages: 311–318
Wahrheit oder Freiheit?
Chancen und Grenzen katholischer Wortmeldungen im Menschenrechtsdiskurs
Pages: 327–334
Martin Baumeister ist seit 2012 Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Rom.
Michael Böhnke ist Universitätsprofessor für Systematische Theologie.
Marianne Heimbach-Steins ist Professorin für Christliche Sozialwissenschaften und sozialethische Genderforschung.
Saskia Wendel ist seit 2008 Universitätsprofessorin für Systematische Theologie an der Universität zu Köln.
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