Neojaponismen

West-östliche Kopfkissen

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Seit der Öffnung des Landes vor 150 Jahren übt Japan auf den Westen eine magische Anziehung aus. Was zuerst in Paris als Mode des Japonismus entstand, breitete sich über ganz Europa aus und ebbt in immer neuen Wellen von Neojaponismen bis heute nicht ab.
Das Reich der Zeichen, die Bilder der fließenden Welt, Räume der Stille und Leere, aber auch Megacities und Cyberspaces, Mangas und Anime-Filme sind Assoziationen, die Japans Attraktivität ausmachen. Den kunst- und kulturgeschichtlichen Zusammenhängen dieser Phänomene geht das Buch auf den Grund, wobei es zu einem überraschenden Ergebnis kommt: dass es gar keine authentisch japanischen Themen sind, sondern dass sie erst aus dem wechselseitigen west-östlichen Kulturimport entstanden sind.
Die Cyborg-Dystopien von »Ghost in the Shell« haben ihre Wurzeln in der europäischen Romantik und die »Steampunk«-Welten Miyazakis zeugen von einer Nostalgie der industriellen Revolution des viktorianischen Zeitalters.

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Preliminary Material
Pages: 1–8
Vorbemerkung
Pages: 9–10
Japonismen und Neojaponismen
Hybride Konstruktionen interkultureller Illusionen
Pages: 11–34
Das Herzzerreißende der Dinge
Fenollosa und Eisenstein über den kinematographischen Charakter der japanischen Schrift
Pages: 35–54
Dazwischensein
Zeit-Spiel-Räume des Ephemeren (oder: Duchamp à la japonaise)
Pages: 55–88
Die Lehre der Leere
Die ‚fruchtbare‘ Flüchtigkeit des Naphthalins von Miyanaga Aiko
Pages: 89–116
Marionetten und andere künstliche Menschen
Spuren der romantischen Puppenphantasien im japanischen Cyborg-Anime
Pages: 117–161
Vergangenheit ein-bilden
Steampunk als Nostalgie à la japonaise
Pages: 163–194
Abbildungsverzeichnis
Pages: 195–197
Michael Wetzel ist Professor für Literatur- und Medienwissenschaft an der Universität Bonn mit den Forschungsschwerpunkten französischer Poststrukturalismus (J. Derrida), Intermedialität und Inframedialität (M. Duchamp) sowie Autor-Künstlertheorien.
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