Zufluchtsort DDR?

Chilenische Flüchtlinge und die Ausländerpolitik der SED

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Schon lange vor der aktuellen Flüchtlingskrise gab es globale Emigrationsbewegungen. So wurde in den 1970er Jahren der klassische Exilkontinent Lateinamerika – beginnend mit Chile – zu einer Auswanderungsregion.
Über 2000 Chilenen flohen nach dem Pinochet-Putsch gegen die sozialistische Regierung in die DDR und wurden durch ihre relative Aktions- und Bewegungsfreiheit zu Zeitzeugen besonderer Qualität. Sebastian Koch untersucht das politische und alltägliche Leben dieser meist intellektuellen Fremden in einem normierten Staat. Er fragt nach der Integrationsfähigkeit »realsozialistischer« Staaten, beschreibt die Instrumentalisierung der Chilenen für den Antifaschismus-Mythos der DDR und diskutiert anhand der Ergebnisse den Charakter der DDR als Unrechtsstaat.

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Preliminary Material
Pages: 1–7
Einleitung
Pages: 9–27
Chile
Pages: 29–57
DDR
Pages: 59–109
Die Chilenen in der DDR
Pages: 111–365
Schluss
Pages: 367–376
Abkurzungsverzeichnis
Pages: 377–381
Sebastian Koch studierte Geschichte, Romanische Philologie und Pädagogik in Paderborn, Salamanca und Köln und wurde an der FernUniversität Hagen promoviert. Momentan ist er in der Erwachsenenbildung und Migrationsarbeit in Fulda tätig.
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