Die Leib-Christi-Metaphorik ist in Christologie und Ekklesiologie besonders wirkmächtig â bis heute. Das zeigt sich an den einflussreichen Körperbildern und vielschichtigen Konstruktionen von Geschlecht, die mit dem »Leib Christi« verbunden werden.
Die Rede vom »Leib Christi« ist nicht »unschuldig«, denn durch sie werden auch Vorstellungen von Körperlichkeit und Geschlecht in der Theologie verankert und legitimiert. Expert(inn)en aus den USA, GroÃbritannien und Deutschland gehen den Funktionen und Implikationen der Leib-Christi-Metapher nach, und sie sensibilisieren dafür, sowohl die Potenziale als auch die Probleme der Leib Christi-Metaphorik wahrzunehmen. In den christlich-theologischen und religionswissenschaftlichen Analysen, u. a. der Theologien Karl Rahners, Joseph Ratzingers, Hans Urs von Balthasars und Jon Sobrinos, wird gefragt, wie tragfähig die Leib-Christi-Metapher heute noch sein kann.
Die transzendentalontologische Grammatik Karl Rahners als Ermöglichung einer gendergerechten Denkform in der Suche nach der geschichtlichen Gestalt der einen christlichen Berufung
Saskia Wendel, Dr. phil., seit 2008 Professorin für Systematische Theologie an der Universität zu Köln und seit 2013 Projektleiterin des DFG-Projekts âLeib Christi â gendertheoretische Dekonstruktion eines zentralen theologischen Begriffsâ am Institut für Katholische Theologie der Universität zu Köln.
Aurica Nutt, Dr. theol., seit 2013 wiss. Mitarbeiterin im DFG-Projekt âLeib Christi â gendertheoretische Dekonstruktion eines zentralen theologischen Begriffsâ am Institut für Katholische Theologie der Universität zu Köln.