Die Publikation legt erstmals in deutscher Sprache eine umfassende Reflexion des filmischen und theoretischen Werks des amerikanischen Avantgarde-Filmemachers Gregory J. Markopoulos (1928â1992) vor.
Die Beiträge beziehen sich zum einen auf Markopoulosâ vielfältige Schriften zum Film, andererseits setzen sie sich eingehend mit dem Spätwerk des Künstlers auseinander, das in dem mehr als achtzigstündigen monumentalen Film »Eniaios« (1947â1991) gipfelt. Markopoulosâ spätes Schaffen kreist um Fragen des Archivs, der Bewahrung des (Zelluloid-) Films als Medium für ein utopisches Publikum der Zukunft sowie der Aufführungspraxis. Sein Werk war der Ãffentlichkeit lange vorenthalten, denn der Künstler hatte seine Filme in den frühen 1970er Jahren vom Verleih und aus renommierten Institutionen zurückgezogen. Erst nach seinem Tod wurde sein bahnbrechendes filmisches Åuvre allmählich wieder zugänglich.