Die Polenpolitik des Kaiserreichs

Prolog zum Zeitalter der Weltkriege

Gustav Stresemann erklärte 1917, die Polenfrage werde der Auslöser eines zweiten Weltkriegs sein. Auf den Spuren der Grundlagen für diese Prognose schildert Hans-Erich Volkmann die preußisch-deutsche Politik gegenüber den Polen im Reich und hinsichtlich eines wieder unabhängigen polnischen Staates. Dabei werden die Widerständigkeit und die Initiativen der Polen in ihrem Kampf um Selbstbehauptung in die Betrachtung einbezogen.
Erstmals wird den widersprüchlichen polenpolitischen Plänen der Mittelmächte, den abweichenden Vorstellungen der deutschen Militärs und der Reichsleitung gebührend Aufmerksamkeit geschenkt. Sie trugen dazu bei, dass sich im Verlaufe des Krieges die polnischen Fraktionen im Parlament gegenüber dem Reich entfremdeten – bis hin zur Aufkündigung der Loyalität. Das Fazit des Autors: Die Versuche zur Germanisierung der preußischen Polen mussten ebenso scheitern wie der Plan, einen abhängigen polnischen Staat auf dem im Ersten Weltkrieg besetzten russischen Territorium zu schaffen. Neue Konflikte und Krisen waren absehbar.

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Preliminary Material
Pages: 1–7
Der Kulturkampf
Pages: 65–74
Das Sprachenproblem
Pages: 75–82
Eine Bilanz der Ansiedlung
Pages: 129–146
Die Bauernvereine
Pages: 157–164
Der Deutsche Ostmarkenverein
Pages: 204–210
Die Rassenanthropologen
Pages: 224–238
Die deutsche Okkupation
Pages: 278–292
Vor einem Friedensvertrag
Pages: 452–458
Dank
Pages: 459
Hans-Erich Volkmann ist apl. Professor für neuere und Neueste Geschichte an der Universität Freiburg. Zuvor lehrte er von 1972 bis 1981 an der Universität in Mainz. Bis zu seiner Pensionierung war er als Direktor und Professor für die Forschung des Militärgeschichtlichen Forschungsamts zuständig.
Die fatalen Folgen der wilhelminischen Politik
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