Die Tätigkeit der Rotkreuzschwestern in den Sanitätseinheiten der Wehrmacht, bei den Flugbereitschaften, in Lazarettzügen und auf den Sanitätsschiffen wird in diesem Band erstmals umfassend untersucht.
Der Band analysiert ihre Erfahrungen, ihre Gefährdung, ihre Gefangenschaft auf allen Schlachtfeldern anhand der Vorgangsakten und ihrer schriftlichen ÃuÃerungen. Es waren Männer, die Ãrzte der Wehrmacht, die diese Frauen einsetzten. Hinsichtlich der Geschlechterrollen bedeutete die Arbeit der Schwestern mit Ãrzten und Sanitätern eine Herausforderung für alle Beteiligten. Viele Schwestern emanzipierten sich angesichts groÃen Personalmangels und der Ãbernahme verantwortungsvoller Arbeitsaufgaben. Die Ideale des Internationalen Roten Kreuzes in Genf und die Ideale der Frauen unter dem Deutschen Roten Kreuz und unter dem Hakenkreuz fielen bei weitem nicht immer zusammen. Der humanitäre Einsatz der Schwestern im Vernichtungskrieg galt nur den deutschen Soldaten und muss auch als effiziente Hilfestellung zur Verlängerung der Kampfhandlungen bis 1945 betrachtet werden.
Ludger Tewes ist Privatdozent am Historischen Institut der Universität Potsdam.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.12.2016
Die in Tewesâ Buch geschilderten Eindrücke bilden âMosaiksteine zu einer Erfahrungsgeschichte des Zweiten Weltkriegs, speziell aus weiblicher Perspektiveâ (Christiane Liermann)
Potsdamer Neueste Nachrichten, 02.07.2017
"Der Historiker Ludger Tewes zeichnet ein differenziertes Bild von der Rolle der deutschen Rotkreuzschwestern im ZweitenWeltkrieg." (Sarah Stoffers)