Ressentiment

Über die Vergiftung des europäischen Geistes

Der Geist des Ressentiments kehrt zurück nach Europa. Er versammelt Populisten im Kampf gegen ein geeintes Europa und solche, die sich als Retter des Abendlandes vor Überfremdung gerieren – vor Flüchtlingen, Migranten und dem Islam. Welche alten Denkmuster werden reaktiviert? Welche neuen treten in Erscheinung? Und welche Geschäfts- und Identitätsmodelle verschränken sich dabei? Ressentiment will keine Probleme lösen, sondern Feinde konstruieren. In der europäischen Geschichte findet es ein reiches Zeichenreservoir. Aus alten Aversionen gegen »Barbaren«, Heiden, Juden und Ketzer, gegen Wilde und Unzivilisierte, nationale Erbfeinde und einen diffusen »Osten« schafft es sich eine neue mentale Landkarte. Und immer stärker will es auch die Werte von Demokratie und Menschenrechten für sich vereinnahmen. Ressentiment vergiftet den Geist der europäischen Verständigung und zerstört jene schmale Restutopie »Europa«, die wir heute dringender benötigen denn je.

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Preliminary Material
Pages: 1–5
Einleitung
Pages: 7–13
Technik der Macht
Pages: 29–39
Kontexte
Pages: 39–55
Imperium vs. Barbaricum
Pages: 57–68
Europa vs. Rest
Pages: 89–128
Nation vs. Nation
Pages: 128–164
Block vs. Block
Pages: 164–183
Ressentiment reloaded
Pages: 185–190
Neues Ressentiment
Pages: 190–203
Anti-Europa-Ressentiment
Pages: 203–213
Europa ohne Ressentiment?
Pages: 220–228
Reinhard Olschanski ist promovierter Philosoph. Er lehrt und veröffentlicht in den Bereichen Sozialphilosophie und Ästhetik und ist wissenschaftlicher Referent im Bereich Politische Kommunikation.
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