Arbeit und Müßiggang in der Romantik

Reihe: 

Der Band erschließt historische Semantiken von Arbeit und Müßiggang. Er verfolgt, wie diese in der Romantik realisiert, erprobt und weiterentwickelt werden.
Die Zeit von der Mitte des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ist für den modernen Arbeitsbegriff von großer Relevanz. Literatur und Künste bringen in die Auseinandersetzung um die Arbeit spezifische Anregungen ein, weil sie sich nicht auf die aufklärerische Gegenüberstellung von positiv bewerteter Arbeit und negativ bewertetem Müßiggang reduzieren lassen. Häufig werten sie das ›Andere‹ des tätigen Lebens auf oder operieren mit Überblendungen zwischen Arbeit und Nicht-Arbeit. Der Band erkundet die kultur-, sozial- und ästhetikgeschichtlichen Dimensionen dieser Thematik. Er sucht die von den Romantikern bevorzugten Inszenierungsräume von Arbeit und Müßiggang auf und schafft Begegnungen mit romantischen Figuren, die als Fleißige, Faulpelze, Künstler, Taugenichtse, Wanderer oder Mittagsschläfer die imaginierten Welten bevölkern.

Unsere Preise:

„Wechselnd in Müh’ und Ruh’“
Konzepte der Arbeit in Friedrich Hölderlins Dichtung
Seiten: 57–70
‚Lustvolle Plagen‘
Arbeit und Kindheit in Adelbert von Chamissos Reise um die Welt
Seiten: 71–84
Von Maschinen und Menschen
Zur romantischen Rezeption des physikalischen Arbeitsbegriffs im Kontext der wachsenden Bedeutung von Wärmekraftmaschinen
Von: Dale Adams
Seiten: 85–100
Das Dispositiv Arbeit
Georg Büchners Woyzeck
Seiten: 101–112
Über europäische Arbeit und die orientalische Kunst der Passivität
Friedrich Schlegels Idylle über den Müßiggang
Seiten: 113–128
Einsamkeit, Imagination und Revolte
Muße als Selbsttechnik in Bonaventuras Nachtwachen: Begriffsgeschichtliche Perspektiven
Seiten: 129–143
Friedrich Hölderlins Palliative
Muße und Medikation im Hyperion
Seiten: 145–156
Pandoras Gaben
Konsum, Luxus und die neue Muße im Umfeld der klassischen Ästhetik
Seiten: 157–170
„dem müßigen Flaneur den angenehmsten Zeitvertreib gewähren“
Figurationen des Müßiggangs in Heinrich Heines Briefen aus Berlin und Lutezia
Seiten: 171–182
Bilder ‚altdeutscher‘ Zeiten
Kunst und Handwerk in Johann Wolfgang von Goethes Erklärung eines alten Holzschnittes und E.T.A. Hoffmanns Meister Martin der Küfner und seine Gesellen
Seiten: 183–200
„Verachtet mir die Meister nicht“
Zum Verhältnis von Arbeit und Kunst in Richard Wagners Ring des Nibelungen und Die Meistersinger von Nürnberg
Seiten: 255–269
„To trifle upon the road“
Die Muße als „Sonntag des Lebens“
Seiten: 271–283
Über die Mittagsruhe
Alltagspolitik und ästhetische Eigenzeit bei William Wordsworth, Joseph von Eichendorff und Gustave Courbet
Seiten: 285–303
„Ihm wird die Zeit schon zu lang“
Zeiterleben bei Joseph von Eichendorff
Seiten: 305–314
Romantische Waldarbeit
Seiten: 329–343
Die bedrohliche Dimension des Müßiggehens
Raumordnungen in Joseph von Eichendorffs Taugenichts
Seiten: 345–358
Gefährliche Muße
Zur Heterotopie der Kahnfahrt in der Romantik bei Friedrich de la Motte Fouqué, Clemens Brentano und Heinrich Heine
Seiten: 359–373
Soll und Haben in Eichendorffs Welt
Zum Zusammenhang der romantischen Wilhelm-Meister-und Philisterkritik mit Adam Müllers Staatstheorie
Seiten: 375–392
Arbeit als Obsession
Die Figur des Goldschmieds Cardillac in E.T.A. Hoffmanns Das Fräulein von Scuderi
Seiten: 393–407
Weiblichkeit zwischen Hausarbeit und Initiation
Das Grimm’sche S(ch)neewittchen und ausgewählte Adaptionen
Seiten: 409–433
„Bist du brav und bieder“
Zur bürgerlichen Konditionierung in Wilhelm Hauffs Das kalte Herz
Seiten: 435–446
Novellistisches Erzählen und politische Botschaften
Die „doppelte Buchhaltung“ in Heinrich Heines Florentinische Nächte....
Seiten: 447–465
Wiederkehr der Romantik?
Arbeit und Müßiggang in gegenwärtigen Arbeitswelten und in Carmen Losmanns Dokumentarfilm Work Hard Play Hard. . . .
Seiten: 467–485
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