Das geöffnete Intervall

Medientheorie und Ästhetik des Videospiels

Diese Arbeit überträgt erstmalig die zentralen Konzepte der Filmtheorie von Gilles Deleuze in umfassender Weise auf die Analyse von Video- und Computerspielen. Aufbauend auf der Zeit- und Wahrnehmungstheorie Henri Bergsons und der Videophilosophie Maurizio Lazzaratos werden Videospiele als »Zeitkristallisationsmaschinen« untersucht, die Wahrnehmungen, Erinnerungen und Affekte beeinflussen. Mit dem Begriff des videologischen Intervalls wird dabei ein Rahmen gespannt, der die elektronische Differenzmodulation von Wahrnehmungseindrücken mit dem offenen Horizont neuer Handlungsmöglichkeiten und der Produktion virtueller Erinnerungen verknüpft. Entscheidend hierfür sind die neuartigen Verhältnisse zwischen Körpern und Bildern, die in Videospielen erprobt und eingeübt werden. Sie sind beispielgebend für die Strategien, mit denen elektronische Medien hybride Subjektivierungen hervorrufen.

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Studium Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Sozialpsychologie und Germanistik. Promotion an der Ruhr-Universität Bochum. Seit 2011 Akademischer Rat a.Z. für Digitale Medien/Mobile Media am Institut für Medienwissenschaften an der Universität Paderborn.
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