Mehr als ein Bild

Für eine Kunstgeschichte des hyperimage

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Die Hauptakteure des Kunstsystems – Sammler, Kunsthistoriker und Künstler – haben eines gemein: Sie alle sind hyperimage -Bildner. In Ausstellungen, illustrierten Kunstbüchern und im Unterricht werden Bilder oder ihre fotografischen Reproduktionen als kalkulierte Ensembles mit eigener Bedeutung arrangiert. Für deren Untersuchung ist die Kunstgeschichte bislang kaum gerüstet. Felix Thürlemann entwirft eine Theorie dieser besonderen Form des pluralen Bildgebrauchs, die charakteristisch ist für den Umgang der westlichen Kultur mit dem Bild. Jede Zusammenstellung von Bildwerken zu einem größeren Ganzen kommt – dies ist die Hauptthese des Buches – einer Deutung und ästhetischen Wertung der beteiligten Werke gleich. Da die hyperimages nicht auf Dauer gestellt sind, erweist sich ihr Studium als wichtige, bislang vernachlässigte Quelle für die wechselnden historischen Konzepte von ›Kunst‹.

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Preliminary Material
Pages: 1–5
Fragen der Methode
Pages: 16–20
Zum Aufbau
Pages: 21–24
Ordnungen der Sammler
Pages: 25–28
Vivant Denon – 1802
Die Bilderwand als didaktisches Schaustück
Pages: 45–62
Johann Valentin Prehn – um 1820
Der Albtraum des Sammlers
Pages: 63–73
Heinrich Wölfflin – 1915
Exemplarische Paare
Pages: 79–96
Aby Warburg – 1929
Das Ganze im Überblick
Pages: 97–116
André Malraux – 1947
Dialog der Kulturen
Pages: 117–128
Hyperimages der Künstler
Pages: 129–132
Pablo Picasso – 1912
Der Maler fotografiert die Klänge einer Kartongitarre
Pages: 133–146
Pierre Bonnard – 1944/46
Die Atelierwand als ästhetische Rücklage
Pages: 147–160
Wolfgang Tillmans – 2000
if one thing matters everything matters
Pages: 161–170
Anmerkungen
Pages: 171–206
Nachweise
Pages: 207
Farbtafeln
Pages: 209–224
Felix Thürlemann ist seit 1987 Professor für Kunstwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Konstanz.
Deutschlandradio Kultur, 20.02.2014
"Das Berückende an Thürlemanns Buch ist nicht das Thema an sich, das im Grunde wenig überrascht, sondern die Paarung von Eleganz und Akribie, mit der er in unterschiedlichen Metiers einen vergleichbaren Umgang mit Bildwerken herausarbeitet."
Lesen Sie hier die gesamte Besprechung.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.04.2014
"Thürlemann bewegt sich in seinem ansprechend geschriebenen Buch mühelos durch die Jahrhunderte und demonstriert dabei, was eine Kunstgeschichte des hyperimage leisten kann."

Südkurier, 25.10.2014
Lesen Sie hier die gesamte Besprechung.

H-Art-Hist, 28.11.2014
Lesen Sie hier die gesamte Besprechung.

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