Display und Dispositiv

Ästhetische Ordnungen

Displays formieren das Betrachten und die ästhetische Erfahrung in neuer Weise: Sie bringen Bildfelder und Rahmungen in Konstellation und koordinieren verschiedene Benutzeroberflächen wie auch Interfaces. Als ästhetische Anordnungen werden sie im Raum wirksam, stellen sowohl einen taktilen Zugang zu Artefakten als auch eine Reflexions- und Vermittlungsebene her. Displays schließen an Praktiken des Ausstellens an, da sie zugleich die bilderzeugenden Apparaturen selbst zur Anschauung bringen. Dispositive konstituieren apparative Gefüge, wie diejenigen des Kinos, und auch die mit ihnen verbundenen Wahrnehmungsmodelle. Dabei geben sie seismographisch Aufschluss über sichtbare mediale Umbrüche sowie verdeckte Ordnungen von Macht und Gesellschaft. Im Wechselspiel von Projektion, Installation und Ausstellung lassen Displays und Dispositive transmediale und transkulturelle Verflechtungen sichtbar werden.
Ausgangs- und Referenzpunkt der Beiträge bilden sowohl kinematografische Installationen der Gegenwartskunst und Filmdispositive in ihrer spezifischen Ästhetik, für die das Zusammenspiel von Display und Dispositiv konstitutiv ist. In Betracht kommen ebenso die Höhle als primordiales kinematografisches Dispositiv wie Hotelarchitekturen, Projektionsräume und Displays der Versammlung, mobile Endgeräte und die Stadt als Dispositiv.

Unsere Preise:

Das kinematographische Dispositiv nach dem Film:
Über die Zukunft der Obsoleszenz und Handlungsmacht der Bilder
Seiten: 59–85
Von Realen und Imaginierten Räumen
Strategien für eine neue dokumentarische Praxis
Seiten: 87–100
Filme ausstellen
Seiten: 139–164
Re-Set
Wahrnehmungsapparat Raum bei Christoph Schlingensiefs Installationen
Seiten: 165–182
Inszenierungen mobilen Betrachtens
in Bewegtbildinstallationen von Amanda Beech, Philippe Parreno und Ryan Trecartin/Lizzie Fitch
Seiten: 183–204
Entfaltungen des Einzelbildes
Überlegungen zu Morgan Fishers Werk
Seiten: 205–222
Filmgestaltung 1962
Die BRD erfinden
Seiten: 223–239
Anatomisches Kino
Der transgressive Blick in den lebenden Körper bei Mona Hatoum und Yuri Ancarani
Seiten: 241–280
Torsionen des Blicks
Zum Verhältnis von Auge und Optik im Dispositiv
Seiten: 281–301
Motel Architectures
Seiten: 303–320
Uncanny Technologies:
Photography, fantasy and the moving image
Seiten: 321–336
L’entre images im Installationsraum
Projektionsarchitekturen zwischen Kinesis und Stasis bei David Claerbout und Ulla von Brandenburg
Seiten: 337–355
Skript, Storyboard, Szenario
Notationen zwischen Film und Fotografie in der Kunst der 1970er-Jahre am Beispiel von John Baldessari
Seiten: 373–410
Jenseits der Mauern von Sanaa
Pasolinis Appell an die UNESCO (1970–74)
Seiten: 411–428
„(…) un plan plane pour révéler l’apparition-disparition“
Visuelle Interfaces in der Architektur Jean Nouvels
Seiten: 429–448
Diller Scofidio + Renfro
Architecture After Images
Seiten: 449–485
Gegendispositive:
Zur Formierung von Screen, Raum und AkteurInnen in den osmotischen Projektionsarchitekturen Aeronout Miks
Seiten: 487–521
Der einleuchtende Grund digitaler Bilder
Die Mediengeschichte und Medienpraxistheorie des Displays
Seiten: 523–575
Cave | Cinema:
Höhle(n) | Kino
Seiten: 577–594
Die Türen der Backstage
Notizen zu Joseph L. Mankiewicz, All Above Eve (USA 1950)
Seiten: 595–605
Gun Tape Footage
Zut technischen Videografie des Krieges aus der Luft
Seiten: 607–623
Back to School
Die Geschichte der Gegenwart in Phil Collins’ marxism today (prologue) und use! value! exchange!
Seiten: 625–649
Was Kino gewesen sein wird
Zur Rekonfiguration des Zuschauens in Max Ophüls’ Lola Montès
Seiten: 651–666
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