Der Weg in den Abgrund

Deutsche Außenpolitik 1902-1914

Author:
Nach vorherrschender Auffassung wird Deutschland die Hauptverantwortung für den Ersten Weltkrieg zugeschrieben. Auf breiter Quellengrundlage, vor allem mit ungedruckten Akten- und Nachlassbeständen, begründet jedoch der Autor, dass die Zwänge, denen Deutschland ausgesetzt blieb, größer waren als die Möglichkeiten. Bis zur Julikrise 1914 hat die deutsche Führung mit auf den Frieden gerichteten politischen Mitteln, entweder mit einer Politik der Stärke oder mit einer der Entspannung, auf ei-ne weltmachtpolitische Gleichberechtigung und auf die Sicherung der bisherigen Stellung auf dem europäischen Kontinent gesetzt und versucht, dem Druck der Ausgrenzung durch die Rivalen zu entgehen und die Tripleentente Großbritanniens, Russlands und Frankreichs zu konterkarieren. Unter der sicher- -politischen Zwangsvorstellung, dieser in wenigen Jahren militärisch nicht mehr gewachsen zu sein, hat sie gemeinsam mit Wien im Juli 1914 den Krieg ausgelöst.
The prevailing view is that Germany bears the main responsibility for the First World War. Drawing on a broad source base, however, especially unprinted files and bequests, the author argues that the constraints to which Germany remained subject were greater than the opportunities. Up to the July crisis of 1914, the German leadership used political means aimed at peace, either a policy of strength or one of détente, to achieve equality in world power politics and to secure its previous position on the European continent, trying to escape the pressure of exclusion by its rivals and to counteract the triple entente of Great Britain, Russia, and France. Under the political and security constraint that it would no longer be able to cope with this militarily in a few years, it joined Vienna in initiating the war in July 1914.

Prices from (excl. shipping):

Preliminary Material
Pages: I–VI
Einleitung
Pages: 1–10
Abseitsstellung
Pages: 93–116
Die Inszenierung der Krise
Pages: 117–146
Die Konferenz von Algeciras
Pages: 169–189
Entspannungskurs in Europa
Pages: 191–214
Ausgrenzung
Pages: 215–245
Pyrrhussieg
Pages: 309–338
Fixiert Auf Grossbritannien
Pages: 339–371
Weltpolitik im Konsens?
Pages: 520–553
Personenregister
Pages: 713–719
Konrad Canis, Dr. phil., geb. 1938, bis 2001 Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Gastprofessor an der Universität Wien. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Otto-von-Bismarck-Stiftung und Mitherausgeber der Neuen Friedrichsruher Ausgabe der Bismarck-Werke.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.02.2012
Lesen Sie hier die gesamte Besprechung.

  • Collapse
  • Expand

Manufacturer information:
Koninklijke Brill B.V. 
Plantijnstraat 2
2321 JC
Leiden / The Netherlands
productsafety@degruyterbrill.com