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Der deutsche Schauerroman um 1800

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Um 1800 geht das Gespenst einer neuen populären Romanform um: der Schauerroman.
In 17 Beiträgen wird die Entstehung des deutschen Schauerromans als eigenständige Formation in der Spätaufklärung und Frühromantik rekonstruiert und diskursgeschichtlich untersucht.
Ausgehend von anthropologischen Grundannahmen der Spätaufklärung zum Phänomen des Schauers u.a. bei Schiller und Grosse, über eine Reihe von Einzeluntersuchungen zu populären Formen des Schauerromans vom Ausgang der Romantik bis zur Jahrhundertwende um 1800, führt der Band die Kristallisation einer spezifisch romantischen Ästhetik des Schauerromans in den Schriften Tiecks, Jean Pauls und Hoffmanns vor.

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„Als ob man in eine Gruft gerufen hätte“
Zur schwarzen Anthropologie des Schauerromans in Schillers Geisterseher
Pages: 24–38
Dichte Darstellungen
Signaturen der Moderne in Joseph Alois Gleichs Schauerromanen
Pages: 39–63
Erhabener Affekt, Lust des Bösen
Anthropologische Begründungsmuster in der Kunstkonzeption des Schauerromans um 1800
Pages: 65–80
Anthropologiebasierte Kontingenz
Neue Erklärungsversuche für das Unheimliche am Beispiel von Carl Grosses Der Genius
Pages: 81–98
Heterotopien
Gedanken zum historischen Ritterroman als Variante des Schauerromans
Pages: 99–120
‚Lost in Translation‘?
Die englische Übersetzung von Benedikte Nauberts Herrmann von Unna
Pages: 121–133
Theodor Ferdinand Kajetan Arnold (1776-1812)
Von keiner „erhitzten, sondern nur erzwungnen Phantasie“
Pages: 173–191
Der Räuberroman
Versuch einer Standortbestimmung in der deutsch-britischen Leseökonomie um 1800
Pages: 193–209
Vom ‚Wunderlichen‘ in der Poesie
Wissbegierde und Einbildungskraft in E.T.A. Hoffmanns ‚Nachtstück‘ Das Öde Haus
Pages: 231–248
Therapie für Gespenster
Schauerliteratur und romantische Medizin in Gotthilf Heinrich Schuberts Die Kirche und die Götter
Pages: 249–268
Jean Pauls Titan und die Maschinen des Schauers
[…] und in der Tat ist ein Buch, das nicht wert ist, zweimal gelesen zu werden, auch nicht würdig, daß mans einmal lieset
Pages: 269–290
Kältetod
Eismeer- und Polreisefantasien um 1800
Pages: 291–308
Wiederholung der Wiederholung
E.T.A. Hoffmanns Die Räuber (1820/21) als metaliterarische Erzählung im Kontext der Schauerliteratur
Pages: 309–325
Zur Nachwirkung des Schauerromans in der Trivialromantik
Das literarische Nachtstück und seine Motive
Pages: 327–340
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