Albrecht Dürers Stich MELENCOLIA, I

Zeichen und Emotion. Die Logik einer kunsthistorischen Debatte

Ohne an die generalisierende Kritik der Ikonographie und Ikonologie anzuknüpfen, zeigt die Studie, dass Panofskys Vorstellung, der Stich repräsentiere das neuzeitliche Künstler-Gelehrten-Bewusstsein, die saturnisch-melancholische Genialität, in die Irre geht. Die Literatur zu dem bekannten Stich der Melancholie von Dürer erweckt den Eindruck, dass die Interpretationsbemühungen unabschließbar sind; beispiellos ist der Bücherberg, der zu diesem Stich angehäuft worden ist. Aber gerade die Frage, wieso der Stich zu immer neuen Interpretationen anregt, hat die vorgelegte Studie zum Ausgangspunkt gewählt. Das Ergebnis ist eine kritische, die Grenzen der ikonographischen Methode überschreitende Analyse des Zeichensystems und eine Neubewertung der Melancholie im Zuge der noch jungen Disziplin der historischen Emotionsforschung.

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Preliminary Material
Pages: 1–7
Vorwort
Pages: 9
Einleitung
Pages: 11–25
Zwei Ovidzitate
Eine Vorübung
Pages: 27–44
Melancholie und acedia
Pages: 87–107
Code oder Nicht-Code?
Von Ficino zu Dürer via Agrippa von Nettesheim – ein gescheiterter Interpretationsversuch
Pages: 123–131
Facetten der Inversion
Eine Interpretation als Zwischenüberlegung
Pages: 133–165
Interpretieren ohne Ende
Pages: 191–198
Emotion und Erkenntnis
Psychologismus oder historische Emotionsforschung?
Pages: 207–216
Bibliographie
Pages: 217–232
Orts- und Personenregister
Pages: 233–234
Sachregister
Pages: 235–237
Abbildungsverzeichnis
Pages: 239–240
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