Kolbow war 1933â1944 Landeshauptmann der Provinz Westfalen. Er passte Jugendhilfe, Fürsorgeerziehung und Psychiatrie an die NS-Rassenideologie an. Während des Kriegs war er für die 'Euthanasie'-Aktionen in Westfalen verantwortlich. Kolbows Tagebücher spiegeln die Erfahrungen und Ansichten eines 'Alten Kämpfers' und die Wahrnehmungsperspektive eines 'Schreibtischtäters'. Eine interessante Quelle, die Insiderwissen über das innere Gefüge des NS-Systems offenlegt.