Kulturen jenseits der Schrift

Zur Figur des Primitiven in Ethnologie, Kulturtheorie und Literatur um 1900

Die europäische Faszination für das Primitive um 1900 gründete in der Begegnung mit einer Form von Kultur, die genau jenes mediale Apriori nicht besaß, das bis zum Aufkommen technischanaloger Medien das Leitmedium der eigenen Kultur gewesen war: die alphabetische Schrift. Die (alphabet-)schriftlosen Völker wurden nicht nur zum Objekt und Erprobungsfeld des wissenschaftlichen Einsatzes neuer analoger Medientechniken jenseits der alphabetischen Schrift, sie dienten zugleich auch als Metapher und Reflexionsfigur jener Medien selbst. Die medialen Bedingungen der Produktion von Wissen über das Primitive und der primitivistische Diskurs über die neuen Medien sind unmittelbar miteinander verknüpft.

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Preliminary Material
Pages: 1–6
Danksagung
Pages: 7–8
Einleitung
Pages: 9–27
Medialer Primitivismus
Theoretische Grundlagen
Pages: 29–84
Medien der Ethnologie
Der mediale Wandel im ethnologischen Aufschreibesystem um 1900
Pages: 85–153
Primitive Vermögen
Die Anfänge der Kultur und ihre Wiedergeburt in der Moderne
Pages: 155–289
Literarischer Primitivismus
Literatur und die Grenzen der Schrift
Pages: 291–381
Resümee
Analoge Kulturen
Pages: 383–387
Literaturverzeichnis
Pages: 389–417
Abbildungsverzeichnis
Pages: 418–422
Personenregister
Pages: 423–426
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