Die vorliegende Studie versucht den geistigen Werdegang des Novalis als ein âUnterwegs zum Romanâ zu verstehen und zugleich seinen Roman âHeinrich von Ofterdingenâ als Poetisierung seines philosophischen Ansatzes zu interpretieren. Die Arbeit schlägt einen Abgleich von Poesie und Philosophie vor und untersucht Novalisâ Roman âHeinrich von Ofterdingenâ, der nicht zu unrecht als exemplarischer âromantischer Romanâ bezeichnet wird, unter dem Aspekt, dass der Werdegang Novalisâ als ein Ãbergang von der Philosophie zur Poesie zu erfassen sei. Die These soll sein, dass die Genese seiner Philosophie, insbesondere seine philosophischen Ãberlegungen in den Fichte-Studien (1794/5), als die Herausbildung der Romantheorie und als der eigentliche Inhalt des Romans gelesen werden muss. Ziel der Arbeit ist es, den in der Romantik zunehmend zur Philosophie in Konkurrenz tretenden Poesiebegriff, wie er sich dichterisch und philosophisch in Novalis âHeinrich von Ofterdingenâ als âwahrhafter Idealismusâ manifestiert, von seinen philosophischen Voraussetzungen her zu erklären.