Die Zeiten einer Malerei, die sich aus christlichen Quellen speiste, sind vorbei. Der Verzicht auf die Darstellung biblischer Themen ist nur äuÃeres Zeichen für die Entfremdung zwischen Kunst und Christentum. Andererseits werden dieser Kunst vielfältige religiöse Ambitionen nachgesagt, die nicht an theologische Vorgaben gebunden sind. Die Motive reichen von der Kritik an kirchlichen Lehren über die Ablehnung aller Transzendenz bis zu einer synkretistischen Rezeption interreligiöser Mischformen oder zu Konstrukte einer ganz privaten Religiosität. Ist das angesichts einer sich autonom verstehenden Kunst noch redlich? Wie äuÃern sich religiöse Vorstellungen auf dem Feld der Kunst â etwa in der Sprache der Malerei? LieÃen sich deren Ideen in religiösen Lernprozessen bewähren? Folgt auf die Epoche einer âMalerei aus Religionâ die einer âReligion aus Malereiâ? Der Band versammelt Beiträge von Kunstwissenschaftlern und Theologen zu Anlaà der Ehrenpromotion von Arnulf Rainer durch die Kath. Theol. Fakultät der Univ. Münster. Autoren sind Karl Kardinal Lehmann, Dominik Betrand-Pfaff, Gerd Blum, Erich Franz, Claudia Gärtner, Stefan Hölscher, Richard Hoppe-Sailer, Gerhard Larcher, Klaus Müller und Reinhard Hoeps.