Handbuch der Religionsgeschichte im deutschsprachigen Raum

Band 4: 1650 bis 1750

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Das vorliegende Handbuch der Religionsgeschichte ist ein Novum für den deutschsprachigen Raum: Hier wird nicht Kirchengeschichte nachgezeichnet, sondern die wesentlichen Züge der jeweiligen zeittypischen Spiritualität, Frömmigkeit und Volksreligion innerhalb und außerhalb des amtskirchlich vorgegebenen Rahmens. Die Darstellung kombiniert den historischen und den religionsphänomenologischen Zugang.
Das religiöse Leben zwischen Dreißigjährigem Krieg und Aufklärung ist maßgeblich von der Konkurrenz der verschiedenen Konfessionen und der engen Verzahnung von kirchlichen und politischen Interessen geprägt. Die großen christlichen Konfessionen warben nicht nur mit theologischen Argumenten, sondern mehr noch durch populäre Medien (Predigten, Bücher, Musik, Kunst, Theater) und spirituelle Gemeinschaftserfahrungen (Wallfahrtsbrauchtum, Bruderschaften, Gottesdienste, Feste) um die Gläubigen. In der persönlichen Frömmigkeit verbanden sich damit traditionelle magische Vorstellungen und Praktiken ebenso wie mystisch-spiritualistische Erfahrungen. Im Judentum wurden vor allem die Einflüsse aus dem osteuropäischen Kulturraum wirksam. Vor diesem Hintergrund beleuchten die vier ausführlichen, von ausgewiesenen Spezialistinnen und Kennern verfassten Beiträge ein breites Spektrum religions- und kulturgeschichtlicher Fragen und Aspekte im Zeitalter des Konfessionalismus. Sie geben Einblick in die vielfältigen, sich neu entwickelnden Ausdrucksformen frühneuzeitlicher Religiosität zwischen Volksglauben, konfessionspolitischer Indoktrination und individueller Frömmigkeit.

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Vorwort
Pages: 13–14
Forschungskontext
Pages: 15–22
Rahmenbedingungen
Pages: 23–26
Vermittler
Pages: 46–59
Vorstellungswelten
Pages: 59–71
Glaubenserfahrungen
Pages: 71–74
Schluss
Pages: 93–126
Literatur
Pages: 127–142
Forschungskontext
Pages: 143–148
Rahmenbedingungen
Pages: 148–155
Vermittler
Pages: 181–189
Vorstellungswelt
Pages: 189–201
Wort
Pages: 210–220
Zeichen des Sakralen
Pages: 220–230
Raum
Pages: 230–236
Leben
Pages: 236–246
Anmerkungen
Pages: 246–280
Literatur
Pages: 281–p12
Forschungskontext
Pages: 309–320
Rahmenbedingungen
Pages: 320–327
Vermittler
Pages: 336–345
Vorstellungswelt
Pages: 346–352
Wort
Pages: 356–363
Raum
Pages: 368–370
Leben
Pages: 370–375
Anmerkungen
Pages: 375–396
Literatur
Pages: 396–410
Anmerkungen
Pages: 452–459
Literatur
Pages: 459–464
Ortsregister
Pages: 477–481
Prof. Dr. Kaspar von Greyerz ist seit 1997 ord. Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Basel.
Prof. Dr. Anne Conrad ist seit 2009 apl. Professorin für Geschichte an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken.
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