Medium und Material

Zur Kunst der Moderne und der Gegenwart

Die hier versammelten Aufsätze der Kunsthistorikerin Anne Hoormann (1956–2003) spüren den Ausdrucksmöglichkeiten der Kunst in der Moderne und der Gegenwart nach. Sie setzen dabei an der elementaren Frage nach dem 'Womit' der Kunst an: Mit welchen Materialien und in welchen Medien arbeitet die Kunst; mit welchen Mitteln will sie ihre Wirkungen erzielen? Dabei werden das Schwerste (Erde und Stein) und das Leichteste (das Licht) im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Kunst untersucht. Die Studien konzentrieren sich auf die deutsche und die US-amerikanische Landschaftskunst, Kunst im öffentlichen Raum und Kunst am Bau. Besonderes Augenmerk legt die Autorin auf die Übergänge von Medium und Material, so auf das Glas als lichtdurchlässige Materie und auf die Faktur von Malerei, Fotografie, Film und Video. Auch die Frage nach dem Künstler und seinem Agieren im Rahmen der Institution Kunst erscheint unter dieser Perspektive in einem neuen Licht: Der moderne Künstler und besonders die heutige Künstlerin machen sich, wie Anne Hoormann zeigt, selbst zum Medium und Material, indem sie ihre Körperlichkeit im Kunstwerk thematisieren.

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Preliminary Material
Pages: 1–6
Vorwort
Pages: 7–12
Einleitung
Mechthild Fend und Bettina Uppenkamp
Pages: 13–20
Grenzgänger zwischen Ost und West
Zum Motiv des Hasen in Beuys’ Aktionen
Pages: 21–38
Natur-Kunst in der Stadt
Die Umstrukturierung öffentlicher und halböffentlicher Plätze seit den 1980er Jahren
Pages: 39–59
Entropia: Das Kristalline und die Wüste in der Posthistoire
Zur Science-Fiction bei Robert Smithson
Pages: 66–77
Nistplätze – in sozialen Räumen, an Nicht-Orten oder Orten der Kultur
Zu Liz Bachhubers Projekt Nesting Places am Standort Weimar
Pages: 78–85
Die künstlerische Erforschung der amerikanischen Landschaft
Heizer, Smithson, Turrell
Pages: 86–99
Schwindel im Ganzfeld und Farb-Täuschung
Wahrnehmungsschwellen im Werk von James Turrell
Pages: 112–134
Glas-Visionen
Über das Kristalline in der Architektur
Pages: 135–151
Lichtspiele
Pages: 152–166
Das tastende Auge und die technisch reproduzierten Bilder
Zur ›Faktur‹ in den alten und neuen Medien
Pages: 167–182
Licht-Kunst am Bau
Zur Virtualisierung der Architektur
Pages: 183–201
Farbe ohne Oberfläche
Sympathetische Experimente impressionistischer Malerei in der Video-Kunst
Pages: 202–209
Taktile Visualität im Film
Medienwahrnehmung in den 1920er Jahren
Pages: 210–219
Von der Bauhaus-Idee zur Formalismus-Debatte
Kunstausbildung an der Staatlichen Hochschule für Baukunst und Bildende Kunst (1946–1951)
Pages: 221–244
Die Entfernung der Inhalte aus dem Bild
Zur Konstruktion des ›unschuldigen Sehens‹ im Abstrakten Expressionismus
Pages: 262–275
Kunstbetriebskünstler
Individualität im modernen Kunstsystem
Pages: 276–289
Mänade der Video-Kunst
Zu den Arbeiten von Pipilotti Rist
Pages: 290–308
Nachweise
Pages: 309–313
Namenregister
Pages: 318–326
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