Spektakel der Normalisierung

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Normalisierung gilt als eine der wesentlichen Regulierungskräfte moderner Gesellschaften. Wie aber wird das Normale sichtbar? Wie gelingt es dem Normalen, Aufmerksamkeit zu binden und Faszination auszuüben? Gemeinhin werden Normalität, Normalismus und Normalisierung mit Blick auf statistische Verfahren und die Bildung von Durchschnitten diskutiert. Die Präsentation des Normalen in Kurven, Diagrammen und Statistiken ist aber nur eine Darstellungsform unter anderen, der viele weitere Verfahren der Sichtbarmachung des Normalen gegenüberstehen, wie z.B. die Inszenierung des Normalen durch sein epistemologisches Gegenteil (des Anormalen, des Pathologischen, der Ausnahme) oder das ›Vor-Augen-Stellen‹ des Normalen durch den Einzelfall.

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Von der normierenden Prüfung zur regulierenden Sicherheitstechnologie
Zum Konzept der Normalisierung in der Machtanalytik Foucaults
Pages: 53–75
Extrem normal – der überholte Normalismus
(Link – Ehrenberg – Houellebecq)
Pages: 143–172
„Frauen, als Infectionsherd betrachtet“
Zur Experimentalisierung, Pathologisierung und Pathogenisierung des Weibes im 19. Jahrhundert
Pages: 197–207
Ultraparadox
Zur Schwerkraft des Menschenexperiments bei Pavlov und Pynchon
Pages: 221–241
Ausnahmestandards
Pages: 243–247
Typisierung, Fragmentierung und Normalisierung des Verbrecherkörpers
Ausnahmestandards in der kriminalbiologischen Untersuchung
Pages: 249–268
Normalisierungszonen
Stimmfindung im Ausnahmezustand
Pages: 269–282
Normale Kranke
Symptomzuschreibung und Selbstadjustierung in der Sprachpathologie
Pages: 283–303
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