Die Untersuchung arbeitet die methodische Relevanz des Performativen für eine kulturwissenschaftliche Literaturwissenschaft heraus. Ausgehend von der Akzentuierung des performativen Aktes als Akt des sprechenden Körpers (Felman) entwickelt sie Ãberlegungen zum Akt des Lesens und formuliert Aspekte einer Poetik der Ansteckung für die Literatur der Moderne. Der performative turn, der sich in den Kulturwissenschaften durchgesetzt hat, hat die Literaturwissenschaften in methodischer Hinsicht bisher wenig affiziert. Ausgehend von Shoshana Felmans Austin-Lektüre wird in diesem Band der performative Akt als Akt des sprechenden Körpers akzentuiert, wobei der Körper nicht als ein Mittel sprachlicher ÃuÃerung, sondern als Ãberschuss des ÃuÃerungsaktes über die Aussage verstanden wird.