Es gibt keine einheitliche Ãffentlichkeit, sondern unterschiedliche Ãffentlichkeiten, die für verschiedene Gruppen der Gesellschaft jeweils andere Wirklichkeitsregimes darstellen. Ãffentlichkeiten sind verschiedenen Interessen verpflichtet und stehen miteinander in Konflikt. Ãffentlichkeiten werden von den Gruppen selbst als Kollektivgüter produziert und dienen der Konsensbildung in diesen Gruppen über Werte, Normen und Ziele. Medien sind Institutionen, denen bei der Konstituierung von Ãffentlichkeiten eine zentrale Rolle zukommt, indem sie für die unterschiedlichen Gruppen unterschiedliche selektive Anreize (Stereotype und Formate) setzen und damit zur wechselseitigen Verfestigung von Rezeptions- und Angebotsstrukturen und damit von Distinktionen im sozialen Raum beitragen.