Die deutsche Romantik gilt gemeinhin als Ãberwindung der abstrakten Ich-Philosophie Fichtes. Dieses weitverbreitete Muster differenzierend beweist die vorliegende Studie, daà das philosophische, naturwissenschaftliche und poetische Werk des Novalis auf genau diejenigen Probleme des Subjektdenkens antwortet, die Fichte zu einer Vertiefung seines eigenen Ansatzes bewegt haben. Kongenial greift Novalis transzendentalen Ansatz seines Lehrers auf und nimmt damit zugleich in einigen Punkten dessen späte Wissenschaftslehre vorweg. Der Romantiker par excellende ist ein Fichteaner.
"Das alles ist in dieser, übrigens auch durch ihre stilistischen Qualitäten sich auszeichnende Arbeit überzeugend dargelegt." - in: Frankfurter Allgemeine Zeitung (30 Januar 2001)
"Sie zeugen nicht nur von genauer Quellenkenntnis und gründlicher Beschäftigung mit dem zeitgenössischen Umfeld der behandelten Autoren, sondern auch von der Fähigkeit, komplizierte philosophische Probleme elegant und verständlich zu präsentieren. Beide Arbeiten stellen profilierte Diskussionsangebote dar, die mit Sicherheit nicht ohne Folgen für die weitere Forschung bleiben werden." - in: Zeitschrift für philosophische Forschung, Band 55, Heft 4 (OktoberâDezember 2001)
Vorwort
Einleitung
Erster Teil: Fichte und die Transzendentalphilosophie
A. DER FRÃHE FICHTE
1. Fichte als Vollender Kants
2. Die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/95)
3. Grundgedanken der Schriften 1795-98
4. Der Atheismusstreit (1798/99)
B: HÃLDERLIN, SCHELLING UND DER SPÃTE FICHTE
1. Hölderlin: Urteil und Sein
2. Schelling
3. Fichtes Spätphilosophie
Zweiter Teil: Novalis-Lektüre
C. DAS PHILOSOPHISCHE WERK HARDENBERGS
1. Novalis als Philosoph
2. Literaturbericht: Fichte und Novalis
3. Fichte-Studien (1795/96)
4. Hemsterhuis- und Kant-Studien (1797)
5. Blüthenstaub (1797/98)
6. Glauben und Liebe. Die Christenheit oder Europa (1798/99)
7. Vorarbeiten zu verschiedenen Fragmentsammlungen (1798)
8. Dialogen und Monolog (1798/99)
9. Freiberger Studien (1798/99
10. Das Allgemeine Brouillon (1798/99)
11. Fragmente und Studien 1799-1800
D. Das dichterische Werk Hardenbergs
1. Die Wende zur Ãsthetik
2. Zur Poetologie der beiden Romane
3. Die Lehrlinge zu Sais
4. Heinrich von Ofterdingen
Literatur- und Siglen-Verzeichnis
Personenregister