Al-Ḥasan ar-RaṣṣÄá¹£ (d. 1188 C.E.) was one of the most prominent representatives of the emerging reception of Basran MuÊ¿tazilism in 12th century Yemen. He composed highly sophisticated works on ontology, causality and the specific theory of attributes that has become known as the theory of âstatesâ (aḥwÄl). He is therefore a rare case of a MuÊ¿tazilÄ« thinker who left a comprehensive and systematised account of his natural philosophy.
Jan Thieleâs study makes extensive use of hitherto unexplored manuscripts, thereby providing new insight into a largely unknown chapter of ZaydÄ« and Muslim doctrinal history. Focusing on the later MuÊ¿tazila, this book conveys a nuanced understanding of diachronic developments in the schoolâs teachings in order to refine a rather static perception that prevails in modern scholarship.
Al-Ḥasan ar-RaṣṣÄá¹£ (st. 1188) war einer der einflussreichsten Vertreter der im 12. Jahrhundert einsetzenden Rezeption der Basraer MuÊ¿tazila im Jemen. Er verfasste ausgefeilte Werke zur Ontologie, Kausalität und zu jener Attributenlehre, die als Theorie der âZuständeâ (aḥwÄl) bekannt ist. Somit ist er einer der seltenen muÊ¿tazilitischen Denker, der eine umfassende Systematisierung seiner Naturphilosophie hinterlassen hat.
Jan Thieles Studie beruht weitestgehend auf unerforschten Handschriften und gibt dadurch neue Einsichten in ein nahezu unbekanntes Kapitel zayditischer und muslimischer Geistesgeschichte. Durch den Schwerpunkt auf die spätere Muʿtazila vermittelt das Buch ein differenziertes Verständnis für diachrone Entwicklungen und revidiert dadurch eine in der Forschung verbreitete statische Wahrnehmung ihrer Schullehre.
Jan Thiele, Ph.D. (2012) at Freie Universität Berlin, is currently Research Associate at the School of Oriental and African Studies in London. He has published on Islamic intellectual history and Zaydism, including Kausalität in der muʿtazilitischen Kosmologie (Brill, 2011).
Jan Thiele schloss 2012 seine Promotion an der Freien Universität Berlin ab und forscht derzeit an der School of Oriental and African Studies in London. Er hat zur muslimischen Geistesgeschichte und zur Zaydiyya publiziert, darunter Kausalität in der muʿtazilitischen Kosmologie (Brill, 2011)
Winner of the Forschungspreis der Annemarie-Schimmel-Stiftung für Islamkunde 2013.
âDas Buch besticht durch die Klarheit und Systematik seiner Darstellung, und die problemgeschichtlichen und terminologischen Ãbersichtsdarstellungen, die jedem Kapitel vorangestellt sind, machen es zu einer vorzüglichen Einführung in Kernbereiche der muÊ¿tazilitischen Theologie und ihrer formativen Entwicklung im Jemen bis zum 12. Jahrhundert.â
Stefan Reichmuth in Jemen-Report Jg. 46/2015, Heft 1 / 2.
Abbildungsverzeichnis
Danksagung
Abkürzungen
Kapitel 1: Einleitung
Kapitel 2: Leben und Werk
A. Der historische RaṣṣÄá¹£
B. Werk
Kapitel 3: Ontologie
A. Entitäten: Die Begriffe Å¡ayʾ und á¸Ät
B. Substanzen (al-ǧawÄhir)
C. Akzidenzien (al-aÊ¿rÄá¸)
Kapitel 4: Kausalität
A. Muʿtazilitische Grundannahmen zur Kausalität
B. RaṣṣÄá¹£â Systematik der Ursachen
Kapitel 5: Die Attributenlehre
A. Forschungsgeschichte
B. RaṣṣÄá¹£â Systematisierung der Attribute und Eigenschaften
C. Schlussfolgerung
Kapitel 6: Die Bedeutung kosmologischer Theorien im theologischen System
Bibliographie
Index
The publication addresses an audience interested in Islamic theology and philosophy, Muʿtazilism and the intellectual history of Yemen and of the Zaydis.
Die Publikation richtet sich an all jene, die an islamischer Theologie und Philosophie, der Muʿtazila und an der Geistesgeschichte des Jemen sowie der Zaydiyya interessiert sind.