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The night plays an important role in Sibylla Schwarzâ self-presentation as a female poet. On the one hand, she expresses her poetic skills by using the night as a literary motif which she combines with metaphors of farewell and death. On the other hand, she presents the night as the time and place of the creation of her poetry, thereby marking it as a secondary activity accepted within the gender discourse of early modern culture. Schwarzâ use of the motif of the night vividly illustrates the interplay of convention, strategy and lifeworld reference that is characteristic of her poetry.
Im Zuge ihrer Selbstinszenierung als Dichterin macht sich Sibylla Schwarz die Nacht zunutze. Zum einen setzt sie die Nacht als literarisches Motiv ein, über dessen Gestaltung und Kombination mit Abschieds- und Todesmetaphorik sie ihr dichterisches Können zum Ausdruck bringt. Zum anderen inszeniert sie die Nacht als Zeitpunkt bzw. Ort der Entstehung ihrer Dichtung und markiert diese dadurch als eine innerhalb des frühneuzeitlichen Geschlechterdiskurses akzeptierte Nebentätigkeit. Anhand von Schwarzâ Nachtmotivik lässt sich das für ihre Lyrik charakteristische Zusammenspiel aus Konvention, Strategie und lebensweltlichem Bezug anschaulich nachvollziehen.
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Bogner, Ralf Georg. Der Autor im Nachruf. Formen und Funktionen der literarischen Memorialkultur von der Reformation bis zum Vormärz (Tübingen: Niemeyer, 2006) [Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur 111].
Borchhardt-Birbaumer, Brigitte. Imago Noctis. Die Nacht in der Kunst des Abendlandes. Vom Alten Orient bis ins Zeitalter des Barock (Wien: Böhlau, 2003).
Bronfen, Elisabeth. Tiefer als der Tag gedacht. Eine Kulturgeschichte der Nacht (München: Carl Hanser Verlag, 2008).
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Ekirch, Roger. âSleep We Have Lost: Pre-industrial Slumber in the British Isles.â The American Historical Review (AHR) 106 (2) (2001), 343â387.
Ferguson, Angela Dionne. Womenâs Writing and Writing Women in the Seventeenth Century. An Examination of the Works of Sibylle Schwarz and Susanne Elisabeth Zeidler. Dissertation (University of Texas: 2013).
Gantet, Claire. Der Traum in der Frühen Neuzeit. Ansätze zu einer kulturellen Wissenschaftsgeschichte (Berlin: De Gruyter, 2010) [Frühe Neuzeit 143].
Ganzenmueller, Petra. Wider die Ges(ch)ichtslosigkeit der Frau. Weibliche SelbstÂbewuÃtwerdung zu Anfang des 17. Jahrhunderts am Beispiel der Sibylle Schwarz (1621â1638). Dissertation (University of British Columbia: 1998).
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Schneikart, Monika. âEy Feder bistu stumpf [â¦] Ihr Stunden eilt so nicht. Die âFederâ in weiblicher Hand â HandSchrift und SchreibZeit in Gedichten von Sibylla Schwarz (1621â1638).â In Materialität und Formation. Studien zum Buchdruck des 15. und 17. Jahrhunderts. Festschrift für Monika Unzeitig, hrsg. von Karin Cieslik, Helge Perplies und Florian Schmid (Bremen: Edition Lumière, 2016) [Presse und Geschichte 102], 149â166.
Schwarz, Sibylle. Deutsche Poëtische Gedichte. Faksimiledruck der Ausg. von 1650, hrsg. und mit einem Nachwort von Helmut W. Ziefle (Bern: Lang, 1980) [Mittlere Deutsche Literatur in Neu- und Nachdrucken 25].
Schwarz, Sibylla. Deutsche poetische Gedichte. Nach der Ausg. von 1650 im Neusatz hrsg. von Klaus Birnstiel unter Mitarbeit von Jelena Engler (Hannover: Wehrhahn, 2021a).
Schwarz, Sibylla. Werke, Briefe, Dokumente. Kritische Ausg. Hrsg. von Michael Gratz. Bd. 1: Briefe, Sonette, Lyrische Stücke, Kirchenlieder, Ode, Epigramme und Kurzgedichte, Fretowdichtung (Leipzig: Reinecke & VoÃ, 2021b).
Schwarz, Sibylla. Werke, Briefe, Dokumente. Kritische Ausg. Hrsg. von Michael Gratz. Bd. 2: Heroische Stücke, Erzählende Dichtung, Drama, Paratexte und Dokumente. Anhang mit Nachwort und Registern (Leipzig: Reinecke & VoÃ, 2023).
Weisz, Jutta. Das deutsche Epigramm des 17. Jahrhunderts (Stuttgart: Metzler, 1979) [Germanistische Abhandlungen 49].
Zeidler, Susanna Elisabeth. Jungferlicher Zeitverteiber Das iÅ¿t Allerhand DeudÅ¿che Gedichte/ Bey HaͤuÃlicher Arbeit/ und Å¿tiller EinÅ¿amkeit verfertiget und zuÅ¿ammen getragen (S. I. 1686).
Ziefle, Helmut W. Sibylle Schwarz. Leben und Werk (Bonn: Bouvier, 1975) [Studien zur Germanistik, Anglistik und Komparatistik 35].
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The night plays an important role in Sibylla Schwarzâ self-presentation as a female poet. On the one hand, she expresses her poetic skills by using the night as a literary motif which she combines with metaphors of farewell and death. On the other hand, she presents the night as the time and place of the creation of her poetry, thereby marking it as a secondary activity accepted within the gender discourse of early modern culture. Schwarzâ use of the motif of the night vividly illustrates the interplay of convention, strategy and lifeworld reference that is characteristic of her poetry.
Im Zuge ihrer Selbstinszenierung als Dichterin macht sich Sibylla Schwarz die Nacht zunutze. Zum einen setzt sie die Nacht als literarisches Motiv ein, über dessen Gestaltung und Kombination mit Abschieds- und Todesmetaphorik sie ihr dichterisches Können zum Ausdruck bringt. Zum anderen inszeniert sie die Nacht als Zeitpunkt bzw. Ort der Entstehung ihrer Dichtung und markiert diese dadurch als eine innerhalb des frühneuzeitlichen Geschlechterdiskurses akzeptierte Nebentätigkeit. Anhand von Schwarzâ Nachtmotivik lässt sich das für ihre Lyrik charakteristische Zusammenspiel aus Konvention, Strategie und lebensweltlichem Bezug anschaulich nachvollziehen.
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